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Determinismus, Zufall, Freier Wille, Verantwortlichkeit: Die Schriften „De Fato“ von Alexander Aphrodisiensis und Cicero / Determinism, Chance, Free Will, Responsibility: Alexander of Aphrodisias‘ and Cicero’s De fato - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Veranstaltungsnummer 51028
Semester SoSe 2015 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
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Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 16:00 bis 18:00 wöch von 16.04.2015  Universitäts-Hauptgebäude - 3059 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Unterrichtsraum) Lo Presti findet statt     1000
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lo Presti, Roberto , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

Dieses Seminar untersucht die metaphysischen, erkenntnistheoretischen und ethisch-praktischen Aspekte des von der griechisch-römischen Philosophie des Späthellenismus und der früheren Kaiserzeit entwickelten Schicksalsbegriffs. Als Grundlage dient die Lektüre der Schriften „De fato“ von Alexander Aphrodisiensis und Cicero. Unter dem Begriff „Schicksal“ ist die Reihung und Verkettung der Umstände zu verstehen, die sowohl die Ereignisse der physikalischen Welt als auch das Handeln der Menschen verursachen und beherrschen. Aus dieser Perspektive hat der Schicksalsbegriff also nichts mit einer irrationalistischen Weltauffassung gemeinsam, sondern ist eher im Lichte unterschiedlicher theoretischer Bezugsrahmen zu verstehen, die die Welt als ein kohärentes, vernunftgemäßes und teleologisch-strukturiertes Ganzes darstellen. Diese Art der Weltauffassung wirft zwei große, miteinander verknüpfte Fragen auf, die ganz unterschiedliche Antworten finden können: die Frage nach der Freiheit des menschlichen Handelns und die Frage der Verantwortlichkeit des Menschen für die – guten wie bösen – Folgen seines Handelns. Durch die eingehende Analyse der Schriften „De fato“ von Alexander Aphrodisiensis und Cicero werden wir herausarbeiten, wie diese Fragen aus peripatetischer, stoischer, epikureischer und skeptischer Perspektive beantwortet wurden.

 

Griechisch- bzw. Lateinkenntnisse sind willkommen, aber nicht erforderlich: Alle Materialien stehen in deutscher oder englischer Übersetzung zur Verfügung.

 

Im Seminar sollen Diskussionsfreude und kooperatives Lernen im Vordergrund stehen. Dies setzt die aktive Teilnahme in Form von Referaten, Fragestellungen, Diskussionsbeiträgen sowie freien intellektuellen Austausch zwischen Seminarleiter und Studierenden voraus.

 

Literatur (eine vollständige Primär- und Sekundärliteraturliste wird in der ersten Seminarsitzung zur Verfügung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestellt werden)

 

Marcus Tullius Cicero: De fato, lateinisch-deutsch herausgegeben von Karl Bayer, München, 1963

Sharples, R.W., 1983, Alexander of Aphrodisias On Fate (text, translation and commentary), London: Duckworth.

Magnus Schallenberg: Freiheit und Determinismus, Berlin/New York, 2008

Bobzien, S., 1998, Determinism and Freedom in Stoic Philosophy, Oxford: Clarendon Press.

Hahmann, A., 2005, Was ist Willensfreiheit?: Alexander von Aphrodisias Über das Schicksal, Marburg: Tectum.

Sharples, R. W., 2001a, ‘Determinism, Responsibility and Chance,’ in Moraux 2001, 513–592.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2015. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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