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Skizzen aus London und Paris. Bürgerliche Publizistik zwischen Literatur, Ethnographie und Sozialkritik (1830-1860) - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51726
Semester SoSe 2015 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 10:00 bis 12:00 wöch von 06.05.2015  Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Sa. 10:00 bis 17:00 Einzel am 27.06.2015 Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Schwab, Christiane , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebten London und Paris soziale und politische Unruhen, städtebauliche Reformen, die Gründung administrativer und wissenschaftlicher Institutionen, einen erheblichen Bevölkerungszuwachs  ̶  und neue Formen von Öffentlichkeit. Mit einem dichten Netzwerk an Verlagen, Druckereien, Autoren und Illustratoren entwickelten sich Paris und London zu den Brückenköpfen einer „europäischen Feuilletonkultur“ (M. Lauster). In den zunehmend massenhaft produzierten Periodika konsolidierte sich ab den 1820er Jahren die Form der dokumentarischen Skizze, welche jene alltäglichen Formen des Lebens darstellte und diskutierte, die das neu- und bisweilen fremdartige Stadtleben hervorbrachte: Verhaltensweisen und Kommunikationsformen, Freizeitbeschäftigungen, Räume und Institutionen, soziale Typen, Berufe oder Bekleidungsmoden. Viele dieser journalistischen Texte weisen in ihren Erhebungs- und Darstellungsmethoden und in ihrer Verwendung von Illustrationen enge Verbindungen zu jenen Traktaten auf, wie sie im gleichen Zeitraum unter dem Mantel der entstehenden Sozialwissenschaften verfasst wurden (Soziologie, Statistik, Public Health, Kriminologie, Folkloristik, Anthropologie).

Diesen alltags-dokumentarischen Skizzen werden wir uns vor allem auf zwei Ebenen widmen. Zum einen geht es um Formen und Strategien der Repräsentation. Welche Aspekte des urbanen Lebens werden behandelt? Wie wird die Heterogenität der Stadt in eine Ordnung gebracht und, mit welchen Kategorisierungen, Metaphern und Wertungen wird der Alltag erschlossen? Mit dem Blick auf die Repräsentation verbunden ist die Untersuchung der sozialen, ökonomischen und wissensbezogenen Bedingungen einer bürgerlich-urbanen Publizistik und ihrer Akteure. Dazu gehören auch auch die zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften und politisch-administrativen Institutionen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet wurden und die eng mit der Konsolidierung ethnologisch-soziologischen Fragens, Forschens und Wissens verknüpft sind.

Wir werden im Seminar mit Originalquellen arbeiten, und ein Großteil der Sekundärliteratur ist in englischer Sprache verfasst. Daher ist die Bereitschaft gefordert, lange Texte in englischer Sprache gründlich zu lesen. Französischkenntnisse sind erwünscht, aber keine Bedingung. Teilnehmerzahl maximal 30.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2015. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin