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„Urbane Raumkämpfe? Gentrifizierungsprozesse und Gentrifizierungstheorien“ - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51721
Semester WiSe 2014/15 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 10:00 bis 12:00 wöch von 21.10.2014  Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kaschuba, Wolfgang , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Innenstädte verkörpern für uns heute (wieder?) höchst attraktive Orte. Diese Wiederentdeckung ist einerseits neu und revolutionär, weil die urbanen Räume noch vor kaum 40 Jahren sozial öde und kulturell tot schienen. Andererseits ist genau diese Renaissance eben auch das Problem: wir drängeln in die Mitte, genießen dort Stadttheater und Strandcafe, Demo und Party, Bier und Coffee to go, Thai-Cooking und Tai Chi. Dies tun keineswegs nur die „kulturellen Mittelschichten“, sondern Angehörige fast aller urbaner Gruppen. Und wir wundern uns dann, dass das Resultat oft lautet: „Gentrifizierung“.

Berlin ist ein Labor solcher Entwicklungen, weil es wie keine andere Stadt über entsprechende räumliche Ressourcen, soziale Akteure und kulturelle Szenen verfügt. Zugleich zeigt sich hier jedoch auch die Problematik bisheriger Gentrifizierungsbefunde. Denn offenbar sind an diesem komplizierten Prozess längst (fast) alle beteiligt, die sich in der Stadt engagieren: Nicht nur „kalte“ Investoren und „lästige“ Touristen, sondern auch Bürger- und Kunstinitiativen, Kiez-Kneipen und studentische WG’s, urban gardener und Stadtzeitungen. Denn sie/wir gestalten alle urbane Räume in ihrer sozialen und kulturellen Textur erlebnisreicher, spannungsvoller, kreativer – und damit eben „wert-haltiger“.

 

So macht es Sinn, über Gentrifizierungstheorien und Gentrifizierungsbefunde  einmal systematischer und kritischer nachzudenken – und Differenzierungen wie Reformulierungen der „G-Theorie“ zu überdenken. Dies wird anhand von ausgewählten Texten und (internationalen) Beispielstudien geschehen.
Literatur

-Katharina Bröcker: Metropolen im Wandel. Gentrification in Berlin und Paris. Darmstadt 2012

-Andrej Holm: Wir Bleiben Alle! Gentrifizierung – Städtische Konflikte um Aufwertung und Verdrängung. Münster 201

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2014/15. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin