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Vom Heimatfest zum multikulturellen Event. Zur Veränderung der urbanen Festkultur in Berlin. - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51709
Semester WiSe 2014/15 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat keine Angabe

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Fr. 14:00 bis 16:00 wöch von 24.10.2014  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kühn, Cornelia, Professor, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

In dem Seminar wird der Blick auf die Veränderung der Großstadtfeste im Laufe des 20. Jahrhunderts gerichtet. Dabei soll zum einen die politische Inszenierungen der Feste als staatliche Identitätsstiftung im NS und der frühen DDR dargelegt werden. Zum anderen wird die historische Darstellung eines West-Berliner Stadtbezirks bei Bezirksfesten in den 1950er/60er Jahren als Form einer lokalen Vergemeinschaftung betrachtet. Mit der 750-Jahr-Feier in Ost- und West-Berlin 1987 beginnt die Veränderung der Festkultur, die in dem Seminar genauer analysiert werden soll. Dabei werden die in der Stadtsoziologie verwendeten Begriffe wie "Festivalisierung", "Eventisierung" und "Gentrifizierung" anhand des Berliner Beispiels konkretisiert.

In der zweiten Seminarhälfte sollen aktuelle Stadtfeste wie der Christopher Street Day, die Love Parade und der Karneval der Kulturen in ihrer Entstehung und Veränderung, ihrer Funktionalisierung und Vermarktung und in den internen wie externen Debatten um die Feste erforscht und präsentiert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, weitere Festveranstaltungen - von lokalen Straßenfesten bis zur Fanmeile der Fußball-WM - zu bearbeiten und vorzustellen. Dabei sollen den Fragen nach Grenzen und Möglichkeiten subkultureller Festveranstaltungen, nach der stadtpolitischen Nutzung der Feste und nach den gesellschaftlichen Diskursen um die Feste wie Multikulturalismus, Diversität oder Gentrifizierung nachgegangen werden.
Literatur

Bauman, Richard (Hrsg.) (1992): Folklore, Cultural Performance and Popular Entertainments, Oxford.

Betz, Gregor/Ronald Hitzler/Michaela Pfadenhauer (Hg.): Urbane Events. Wiesbaden 2011.

Färber, Alexa (Hrsg.) (2010): Stoffwechsel Berlin. Urbane Präsenzen und Repräsentationen, Berliner Blätter 53, Berlin.

Fischer-Lichte, Erika u.a. (Hrsg.) (2009): Staging Festivity. Theater und Fest in Europa, Tübingen u.a.

Frei, Kerstin (2003): Wer sich maskiert, wird integriert. Der Karneval der Kulturen in Berlin, Berlin.

Gebhardt, Winfried / Hitzler, Ronald / Pfadenhauer, Michaela (Hrsg.) (2000): Events. Soziologie des Außergewöhnlichen, Opladen.

Gibas, Monika (1999): „Die Inszenierung kollektiver Identität. Staatssymbolik und Staatsfeiertage in der DDR“, in: Universitats. Zeitung für interdisziplinäre Wissenschaft, Nr. 634, April, S. 312-325.

Giese, Florian (2005): „,Freude herrscht von Eisenhüttenstadt bis Wieck, denn in Berlin, da schlägt das Herz der Republik‘. Scheinpluralismus, Volksfeststimmung und Protest zur 750-Jahr-Feier in Ost-Berlin 1987“, in: DA 38, S. 660-667.

Hartmann, Jürgen (Hrsg.) (1992): Selbstdarstellung der Bundesrepublik Deutschland in Symbolen, Zeremoniell und Feier, Berlin.

Häußermann, Hartmut / Siebel, Walter (Hrsg.) (1993): Festivalisierung der Stadtpolitik. Stadtentwicklung durch große Projekte, Opladen.

Holtmann, Everhard (1999): „Kommunale Identität als gemeinschaftliche Inszenierung. Stadtjubiläen in der frühen Nachkriegszeit: 700-Jahr-Feiern in Kamen 1948 und Unna 1950“, in: Westfälische Forschungen 41, S. 89-105.

Knecht, Michi / Soysal, Levent (Hrsg.) (2005): Plausible Vielfalt. Wie der Karneval der Kulturen denkt, lernt und Kultur schafft, Berlin.

Reckwitz, Andreas (2009): „Die Selbstkulturalisierung der Stadt. Zur Transofrmation moderner Urbanität in der ‚creative city‘“, in: Mittelweg 36, Heft 2, S. 2-34.

Saldern, Adelheid von (2000): „Stadt und Öffentlichkeit in urbanisierten Gesellschaften. Neue Zugänge zu einem alten Thema“, IMS 31, 2, S. 3-15.

Saldern, Adelheid von (2003a): „Stadtfeiern im 20. Jahrhundert“, Die alte Stadt, 20, 3, S. 324-348.

Saldern, Adelheid von (Hrsg.) (2003b): Inszenierte Einigkeit. Herrschaftsrepräsentationen in DDR-Städten, Stuttgart.

Thijs, Krijn (2008): Drei Geschichten, eine Stadt. Die Berliner Stadtjubiläen von 1937 und 1987, Potsdam: Zentrum für Zeithistorische Forschung.

Tieben, Hendrik (2008): „,Hauptstadt der DDR‘, ‚Zukünftige Bundeshauptstadt‘, Europäische Stadt‘, ‚Stadt der Avantgarde‘- Berlinbilder im Umfeld des 750-jährigen Stadtjubiläums 1987“, in: Schalenberg, Marc u.a. (Hrsg.): Selling Berlin. Imagebildung und Stadtmarketing von der preußischen Residenz bis zur Bundeshauptstadt, Stuttgart, S. 245-260.

Welz, Gisela (2007): „Inszenierungen der Multikulturalität: Paraden und Festivals als Forschungsgegenstände“, in: Schmidt-Lauber, Brigitta (Hrsg.): Ethnizität und Migration. Einführung in Wissenschaft und Arbeitsfelder, Berlin, S. 221-233.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2014/15. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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