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Die performative Aneignung von Vergangenheit: Living History als populärkulturelles Phänomen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51714
Semester SoSe 2014 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 14:00 bis 16:00 wöch 28.04.2014 bis 14.07.2014 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Seminar- und Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Samida, Stefanie , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät I, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar Die erlebnisorientierte Vermittlung historischer Themen hat seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts stetig zugenommen. Darunter fallen auch jene geschichtskulturellen Ausprägungen, die unter dem Label 'Living History' firmieren. Es geht bei dieser aus den USA stammenden, populärkulturellen Präsentation von Vergangenheit um den Nachvollzug vergangener Lebensverhältnisse. Diese Art der Geschichtsdarstellung und Geschichtsaneignung findet vornehmlich – aber nicht nur – in Freilichtmuseen statt; sie ist dort beim Publikum aufgrund des 'Mitmach'-Charakters, also eines authentische Erfahrungen versprechenden Ansatzes, beliebt. In den letzten Jahren haben solche Darstellungen vermehrt auch in historische Fernsehdokumentationen und sogenannte 'Doku-Soaps' (z. B. Schwarzwaldhaus 1902; Steinzeit – Das Experiment) Einzug gehalten.
Literatur

V. Agnew, History’s Affective Turn: Historical Reenactment and Its Work in the Present. Rethinking History 11/3, 2007, 299–312

J. Anderson, Time Machines. The World of Living History. Nashville 1984.

J. Carstensen/U. Meiners/R.-E. Mohrmann (Hrsg.), Living History im Museum. Möglichkeiten und Grenzen einer populären Vermittlungsform. Beitr. Volkskultur Nordwestdeutschland 111. Münster u. a. 2008.

Criticism, Special Issue: Extreme and Sentimental History. Criticism 46/3, 2004.

Dachverband Archäologischer Studierendenvertretungen (DASV) e.V. (Hrsg.), Vermittlung von Vergangenheit. Gelebte Geschichte als Dialog von Wissenschaft, Darstellungen und Rezeption. Weinstadt 2011.

C. Drieschner, Living History als Freizeitbeschäftigung – Der Wikingerverein „Opinn Skjold e. V.“. Schleswig. Kieler Bl. Volkskunde 3, 2005, 31–61.

H. Duisberg (Hrsg.), Living History in Freilichtmuseen: Neue Wege der Geschichtsvermittlung. Rosengarten-Ehestorf 2008.

M. Fenske, Historische Doku-Soaps als Handlungs-, Diskussions- und Erlebnisräume. In: A. Hartmann/S. Meyer/R.-E. Mohrmann (Hrsg.), Historizität. Vom Umgang mit Geschichte. Münsteraner Schr. Volkskunde/Europäische Ethn. 13. Münster u. a. 2007, 85–105.

H. Groschwitz, Authentizität, Unterhaltung, Sicherheit. Zum Umgang mit Geschichte in Living History und Reenactment. Bayerisches Jahrb. Volkskunde 2010, 141–155.

R. Handler/W. Saxton, Dyssimulation: Reflexivity, Narrative and the Quest for Authenticity in ‘Living History’. Cultural Anthropology 3, 1988, 242–260.

B. Krug-Richter, Abenteuer Mittelalter? Zur populären Mittelalter-Rezeption in der Gegenwart. Österr. Zeitschr. Volkskunde 112/2, 2009, 53–75.

S. Magelssen, Living History Museums: Undoing History through Performance. Lanham u. a. 2007.

S. Samida, Re-Enactors in archäologischen Freilichtmuseen: Motive und didaktische Konzepte. Archäologische Informationen 35, 2012, 209–218.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2014. Aktuelles Semester: SoSe 2017.
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