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Einführung in Schellings Spätphilosophie / Introduction to Schelling´s later philosophy - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Veranstaltungsnummer 51027
Semester SoSe 2014 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 16:00 bis 18:00 wöch von 15.04.2014  Institutsgebäude - 241 Invalidenstraße 110 (I 110) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 

Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

Die Spätphilosophie F.W.J. Schellings ist von einer radikalen Vernunftkritik geprägt, die mit den Erkenntnis- und Erklärungsansprüchen der idealistischen Systeme Fichtes und Hegels (sowie Schellings eigenen früheren Positionen) bricht und damit Positionen der nachidealistischen Philosophie, z.B. bei Kierkegaard, den Weg bahnt. Der späte Schelling beschränkt den Bereich dessen, was begrifflich konstruierbar und ableitbar ist, auf eine "negative" Philosophie, die bloße Denkmöglichkeiten erkundet. Dadurch schafft er Raum für eine "positive" Philosophie, die von einer gegebenen, nicht weiter deduzierbaren Faktizität (einem "unvordenklichen Sein") ausgeht und auf dessen Grundlage versucht, die Wirklichkeit durch eine philosophische Deutung der Mythologie- und Religionsgeschichte auszulegen. Zugleich vertritt der späte Schelling aber auch originelle Positionen zu metaphysischen Themen wie Modalität, Fundamentalität, Gottesbeweisen, Existenz, Zeit, Willensfreiheit und Schöpfung.

Ziel des Seminars ist es, eine Einführung in die zentralen Problembereiche von Schellings Spätphilosophie zu geben - Schellings Unterscheidung von negativer und positiver Philosophie, seine Konzeptionen von Geschichte, Mythologie und Religion, seine Theorie der "Potenzen" sowie die erwähnten metaphysischen Themen. Hierzu werden wir einleitend Ausschnitte aus Texten der mittleren Phase Schellings (Weltalter-Fragmente und Freiheitsschrift) lesen, in denen wichtige Positionen der Spätphilosophie vorbereitet werden. Anschließend werden wir in Auswahl Texte aus Schellings späten Schriften und Vorlesungen zur negativen Philosophie, zur "Philosophie der Mythologie" und zur "Philosophie der Offenbarung" diskutieren (einschließlich Ausschnitten aus der einflussreichen Berliner Vorlesung zur "Philosophie der Offenbarung" 1841/42, zu deren Hörern Kierkegaard, Trendelenburg, Bakunin und Engels zählten). Besondere Vorkenntnisse werden nicht erwartet, wohl aber die Bereitschaft zur intensiven Beschäftigung mit den Texten und zur Mitarbeit im Seminar. Die Seminartexte werden in einem begleitenden moodle-Kurs zur Verfügung gestellt. Zur Einführung wird empfohlen: Axel Hutter, Geschichtliche Vernunft: Die Weiterführung der Kantischen Vernunftkritik in der Spätphilosophie Schellings, Frankfurt a.M. 1996.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2014. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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