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Spinoza und Hegel: Metaphysische Themen / Spinoza and Hegel: Metaphysical Themes - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51072
Semester WiSe 2013/14 SWS 3
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 16:00 bis 19:00 wöch von 15.10.2013  Institutsgebäude - 4.11 Sophienstraße 22-22a (SO 22) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 

Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

Baruch de Spinoza (1632-1677) und Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) genießen seit Lebzeiten einen zweifelhaften Ruf: Beide gelten als hermetische Systemdenker, deren philosophischer Eifer sie zu Thesen weit jenseits des „gesunden Menschenverstandes“ getrieben hat. Angesichts der notorischen Klagen über die Dunkelheit dieser beiden Philosophen scheint es geradezu ironisch, dass sich sowohl Spinoza als auch Hegel demselben philosophischen Grundgedanken verpflichtet haben: dass die Wirklichkeit durch und durch verständlich ist. Und auch wenn Spinoza und Hegel diesen Grundgedanken auf ganz verschiedene Weisen ausbuchstabiert haben, so hat doch die Auseinandersetzung mit Spinozas Metaphysik Hegels Entwicklung seiner eigenen Position ganz wesentlich geprägt. In dem Hauptseminar wollen wir Spinozas und Hegels Konzeptionen einer durchgängig verständlichen Welt mit Bezug auf zentrale metaphysische Themen nachgehen. Was ist eine Substanz? Was ist Modalität? Was ist Teleologie – und handelt es sich dabei um eine echte metaphysische Kategorie oder eine irreführende Projektion des menschlichen Geistes? Sollte man einen ontologischen Monismus vertreten – und falls ja, wie kann man dies tun, ohne auf ein Verstehen der Vielfalt endlicher Phänomene verzichten zu müssen?

Das Hauptseminar ist durch eine zweifache Hoffnung motiviert. Zum einen hoffen wir, dass sich einige Positionen, die Hegel zu diesen grundlegenden metaphysischen Fragen einnimmt, besser verstehen lassen, wenn man sie vor dem Hintergrund und im Kontrast zu Spinozas Ansichten zu diesen Fragen begreift. Zum anderen versprechen wir uns umgekehrt von Hegels Diskussionen der Texte Spinozas fruchtbare Beiträge zur Bewertung von Spinozas eigenen Thesen und Argumenten.

 

Die Seminarsitzungen werden jeweils 3 (statt nur wie üblich 2) Lehrstunden dauern. Das Seminar wird durch einen Moodle-Kurs begleitet, über den wir die zu lesenden Texte bereitstellen werden.

 

Zur Einführung empfehlen wir die Lektüre von:

Michael Della Rocca: Spinoza, London: Routledge 2008;

Samuel Newlands: “Hegel’s Idealist Reading of Spinoza”, in Philosophy Compass 6.2 (2011), 100-108;

Dina Emundts/Rolf-Peter Horstmann: G.W.F. Hegel: Eine Einführung, Stuttgart 2002;

Frederick Beiser: The Fate of Reason. German Philosophy from Kant to Fichte, Cambridge (Mass.) 1987, Kap. 2.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2013/14. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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