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Kritische Migrationsforschung - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51716
Semester WiSe 2013/14 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 14:00 bis 16:00 wöch 24.10.2013 bis 13.02.2014  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Römhild, Regina , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Magister  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2005 )   -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Bis in die 1990er Jahre dominierte in der deutschsprachigen Migrationsforschung - wie auch in Politik und Öffentlichkeit - die Frage, wie sich MigrantInnen, verstanden als "Fremde", in der "Aufnahmegesellschaft" orientieren und integrieren. Im Mittelpunkt stand die Perspektive des "aufnehmenden" Nationalstaats, von dem aus MigrantInnen wahrgenommen, untersucht und kategorisiert wurden.

Erst mit dem so genannten "transnational turn" wurde aus dieser "Einwanderungsforschung" eine Migrationsforschung, die sich den mobilen, grenzüberschreitenden (= transnationalen) sozialen Beziehungen und den diasporischen Kulturen der MigrantInnen widmete - ohne diese von vorneherein als defizitär und problematisch zu werten. Stattdessen entwickelte sich die transnational ausgerichtete Migrationsforschung zunehmend zu einem Laboratorium kritischer Perspektiven auf die Defizite und Zumutungen eines hegemonialen nationalstaatlichen Selbstverständnisses und daran ausgerichteter Grenz- und Integrationspolitiken. Besondere Bedeutung hatte dabei auch die Entwicklung eines EU-europäischen Grenzregimes, das die Migrationsforschung herausforderte, sich über ihre eigenen nationalen Grenzen hinweg zu "europäisieren" und zu globalisieren.

Die Entwicklung dieser kritischen Migrationsforschung und deren gegenwärtige Herausforderungen sind Gegenstand des Seminars. Dabei stehen sowohl die gesellschaftskritischen Potentiale als auch die kritische Selbstreflexion hinsichtlich der eigenen, noch keineswegs überwundenen Beteiligung an der kategorialen Herstellung von Migration als "Sonderforschungsbereich" und von MigrantInnen als peripheren "Minderheiten" des Nationalstaats und Europas im Mittelpunkt. Besondere Aufmerksamkeit gilt daher aktuellen Debatten um postkoloniale Perspektiven und eine "postmigrantische" Migrationsforschung.

Ein wesentlicher Teil des Seminars beschäftigt sich mit der "Europäisierung" der Migrationsforschung, die damit zugleich zu einem avancierten Laboratorium der kritischen Europäisierungsforschung wurde. Das Seminar kann daher gleichzeitig als exemplarische Einführung in dieses Feld der Europäischen Ethnologie besucht werden.

  

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2013/14. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin