AGNES -
Lehre und Prüfung online
Studierende in Vorlesung
Anmelden

Verstehen – Deuten – (Sich) Verändern?: Zu theoretischen Grundlagen der Ethnographie - Detailseite

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51717
Semester WiSe 2013/14 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mi. 10:00 bis 12:00 wöch 23.10.2013 bis 12.02.2014 
Einzeltermine anzeigen
    findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Bojadzijev, Manuela , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Magister  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2005 )   -  
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

„Verstehen“ und „Deuten“ kultureller Sinnzusammenhänge und sozialer Praxis werden gewöhnlich als erkenntnistheoretische Grundpfeiler ethnographischer Forschung begriffen. Dabei wird die „emische“ Insider-Perspektive dem „etischen“ Außenblick gegenüber gestellt, und die hermeneutische Interpretation wird gegenüber der kausalen Erklärung favorisiert. In diesem Seminar sollen – vor dem Hintergrund feministischer, materialistischer und prozessorientierter Debatten innerhalb und außerhalb der Ethnologie – Möglichkeiten, Probleme und verschiedenartige Ausgestaltungen verstehender Forschungsansätze erörtert werden. Dabei wird erstens die Rolle des (verstehenden, deutenden, handelnden, sich wandelnden) Subjekts und seiner sozialen und politischen Situiertheit thematisiert; zweitens werden Ontologien von Kultur, Sinn und Subjektivität, die verstehende Forschung häufig leiten, unter die Lupe genommen und aus verschiedenen Perspektiven re-konfiguriert; und drittens werden unterschiedliche epistemologische Strategien zum Umgang mit Innenperspektive und Objektivität, Verstehen und Erklären, Involviertheit und Verändern beleuchtet. Gibt es eine Einheit von Verstehen und Erklären (Bourdieu) oder kommt es auf Verändern statt Deuten der Welt an (Marx)? Wie verändern sich Subjekt-Objekt-Verhältnisse, wenn von einer Handlungsträgerschaft von Dingen (Actor Network Theory) ausgegangen wird oder wenn Forschung als situiertes und interaktives Werden-mit-Anderen (Haraway) begriffen wird? Das Seminar wird derartigen Fragen anhand konkreter Beispiele ethnographischer Forschung sowie konzeptueller Texte aus unterschiedlichen Fachrichtungen nachgehen.  

Bemerkung Die Lehrveranstaltung wird im Raum 107a stattfinden.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2013/14. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin