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Ästhetische Bildung II - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 54104
Semester WiSe 2013/14 SWS 2
Rhythmus jedes 2. Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Wichtige Änderungen Ort: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK), Oranienstraße 25, 10999 Berlin - Kontakt: nora.sternfeld@aalto.fi

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 10:00 bis 18:00 Einzel am 07.01.2014
Einzeltermine anzeigen
    findet statt    
iCalendar Export Mi. 10:00 bis 18:00 Einzel am 08.01.2014
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    findet statt    
iCalendar Export Do. 10:00 bis 18:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
    findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich

Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Erziehungswissenschaften Hauptfach ( POVersion: 2003 )   -  
Bachelor of Arts  Rehabilitationspädagogik Monobachelor ( POVersion: 2009 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Erziehungswissenschaften, Allgemeine Erziehungswissenschaft
Inhalt
Kommentar

Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit "Strategien" wird sich in dem Seminar die Frage stellen, was geschieht, wenn Kunst und Bildung zunehmend zusammen treffen. So haben sich in den letzten Jahren nicht nur viele KunstvermittlerInnen als KünstlerInnen verstanden, auch künstlerische Praxen formulieren sich heute oft als Prozesse der Intervention, der Forschung, der "education" und der Wissensproduktion. In der Fokussierung auf konkrete Strategien treten Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Überschneidungen und Widersprüche zwischen künstlerischen und edukativen Ansätzen und Perspektiven zu Tage: Was ist nun genau jeweils mit Strategie gemeint? Welche Prozesse und Methoden kommen dabei jeweils ins Spiel? Was können Kunst und Bildung von einander lernen? Und wo sind die toten Winkel und Widersprüche zwischen den jeweiligen Feldern? Darüber hinaus eröffnet sich mit dem Begriff der Strategie auch eine politische Dimension: Denn aktivistische Strategien in Kunst und Bildung der Moderne haben gemeinsam, dass sie sich – als Teil ihrer Freiheit – gegen die bestehenden Verhältnisse entscheiden und in den Dienst einer Sache stellen konnten. "Im Hinblick auf eine Veränderung der Gesellschaft" ergibt sich also eine weitere Schnittstelle von Kunst und Bildung. Wie kann eine zeitgenössische ästhetische Bildung gedacht werden, der es um eine Sache geht, für die es sich zu entscheiden gilt, ohne bereits vorwegnehmen zu können, was diese genau ist?

Der erste Teil des Seminars ist einer Beschäftigung mit theoretischen Fragen nach Handlungsräumen anhand von Schlüsseltexten gewidmet. Darüber hinaus soll eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeiten, zeitgenössischen Bildungsansätzen und aktivistischen Strategien einen Eindruck über die zahlreichen Schnittstellen zwischen Vermittlung, Kunst, Wissensproduktion und Aktivismus geben – gerade dort wo es um Fragen nach gesellschaftlichem Handeln geht.


Das Seminar findet in einem Kunstraum statt (bzw. findet in der NGBK statt, die selbt eine interessante Geschichte der Entwicklung amanzipativer Vermittlungspraxen hat). Anhand von Textlektüren und Auseinandersetzungen mit den Ausstellungen im Kunstraum (konkret würde es sich in der NGBK um den Zwischenraum zwischen den zwei Teilen der Ausstellung LOVE AIDS RIOT SEX. Kunst Aids Aktivismus handeln) werden eigene Strategien und Konzepte entwickelt.

Literatur
  • Maria do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan, Breaking the Rules, Bildung und Postkolonialismus, in: Carmen Mörsch et al., Kunstvermittlung. Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12. Ergebnisse eines Forschungsprojekts, Zürich – Berlin 2009, S. 339-353.
  • Jacques Derrida, Eine gewisse unmögliche Möglichkeit, vom Ereignis zu sprechen. Berlin, 2003.
  • Tom Holert, Art in the Knowledge-based Polis, e-flux journal nr. 3, 02/09, http://www.e-flux.com/journal/art-in-the-knowledge-based-polis/
  • Chantal Mouffe, Artistic Activism and Agonistic Spaces, http://www.artandresearch.org.uk/v1n2/mouffe.html

Weiterführende Literatur:

  •  Carmen Mörsch et al., Kunstvermittlung. Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung auf der documenta 12. Ergebnisse eines Forschungsprojekts, Zürich – Berlin 2009.
  • NGBK e.V. (Hg.), KunstCoop. Kunstvermittlung als Dekonstruktion. Berlin 2003.
  • Rahel Puffert, Die Kunst und ihre Folgen. Zur Genealogie der Kunstvermittlung, Bielefeld 2013.
  • Nora Sternfeld, Das pädagogische Unverhältnis. Lehren und Lernen bei Rancière, Gramsci und Foucault, Wien 2008.
  • Eva Sturm, Von Kunst aus, Kunstvermittlung mit Gilles Deleuze, Wien 2011.
Prüfung Studienleistungen: Lektüre der Texte, aktive Teilnahme im Seminar sowie die konzeptuelle Entwicklung und Reflexion eines Projekts anhand der im Seminar besprochenen Themen

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2013/14. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin