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Gustav Landauer. Freiheitliches Denken in Deutschland - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 533589
Semester WiSe 2012/13 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Fr. 10:00 bis 12:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
Pergamonpalais - 0.09 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 

Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Archäologie u. Kulturwiss Monobachelor ( POVersion: 2006 )     -  
Bachelor of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Zweitfach ( POVersion: 2005 )     -  
Bachelor of Science  Geschl.stud./Gender Stud. Zweitfach ( POVersion: 2005 )     -  
Magister  Kulturwissenschaft Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( POVersion: 2006 )     -  
Magister  Kulturwissenschaft Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( POVersion: 2006 )     -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( POVersion: 2006 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Gustav Landauer (1870-1919) ist noch wenig bekannt. Dennoch hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei so bedeutenden Zeitgenossen wie Martin Buber, Gershom Scholem, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Kurt Eisner, Margarete Susman, Erich Mühsam u.a. Einen Eindruck hinterließ Landauer auch bei der politischen Polizei Preußens, in deren Akten der pazifistisch geneigte „Schriftsteller“ schon bald als der „in ganz Deutschland (...) bedeutendste Agitator der radical-revolutionären Bewegung“ zu Buche schlug.
Landauer war ein überaus produktiver und hoch angesehener Literatur- und Theaterkritiker, Dramaturg, Kulturphilosoph, Essayist, Übersetzer, Vortragsredner, Roman- und Novellenautor, freiheitlicher Sozialist, Antipolitiker und Publizist. Dass Landauer noch heute als großer Unbekannter innerhalb des ihn umgebenden Geflechts geistesgeschichtlicher Beziehungen erscheint, mag einerseits an seiner Selbstbezeichnung als „Anarchist“ andererseits an der Unmöglichkeit liegen, ihn, der 1893 „mangels sittlicher Befähigung“ von der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und sämtlichen preußischen Universitäten ausgeschlossen wurde, einer Disziplin zuzuordnen. Er saß gleichsam zwischen allen Stühlen, disziplinär wie auch politisch, und dies noch innerhalb der anarchistischen Bewegung. Gerade diese Position im Dazwischen jedoch macht eine Beschäftigung mit seinem Werk auch aus interdisziplinärer Perspektive besonders ertragreich.
Durch eine thematische Dezentrierung Landauers sollen die zeitgeschichtlichen Bedingungen und das politische, kulturelle und personelle Umfeld seiner Wirksamkeit in den Blick geraten. Eine zweite Dezentrierung soll durch die Frage erreicht werden, was ‚freiheitliches Denken‘ überhaupt sei, um so auch nach einer möglichen Aktualität von Landauers Denken fragen zu können. Im Sommersemester sollen verstärkt auch die Nachwirkungen Landauers im 20. Jahrhundert (u.a. bei Walter Benjamin, Ernst Bloch, Martin Buber und in der Kibbuz-Bewegung) thematisiert werden.
Der Besuch des PTs im vergangenen Semester ist keine Teilnahmevoraussetzung, allerdings die Bereitschaft zur Lektüre zentraler Texte.

Das Projekttutorium wird begleitet durch einen Blog:

http://ptgustavlandauer.wordpress.com/2012/08/06/pt533589/



Kontakt und Moodlezugang:  ptgustavlandauer@gmail.com

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2012/13. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin