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Relative Wahrheit/Relative Truth (b, d, LA/S2) - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51076
Semester SoSe 2012 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 10:00 bis 12:30 wöch von 11.04.2012  Universitäts-Hauptgebäude - 3103 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Besprechungsräume allgemein)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Rosefeldt, Tobias , Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

„Das ist vielleicht für Dich wahr, aber nicht für mich.“ – Lange Zeit bekam jemand, der so etwas in Anwesenheit eines analytischen Philosophen zu sagen wagte, die tadelnde Antwort, dass zwar verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge für wahr halten können, und dass natürlich Sätze in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Wahrheitswerte haben können, dass aber das mit Sätzen Gesagte wenn überhaupt dann absolut wahr ist, d.h. nicht relativ zu etwas oder jemand anderem. Die Selbstverständlichkeit dieser Annahme ist in den letzten Jahren verloren gegangen, seit einige Philosophen sehr starke Argumente für die These vorgebracht haben, dass bestimmte unserer Aussagen – z.B. Geschmacksurteile, Aussagen über epistemische Modalitäten oder unsere Rede über die Zukunft – keine absoluten, sondern nur relative Wahrheitswerte haben, und zudem gezeigt haben, wie man dieser Tatsache im Rahmen einer formalen Semantik gerecht werden kann. Im Seminar sollen die wichtigsten Texte zur Konzeption relativer Wahrheit und Einwände gegen sie diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich eher an fortgeschrittene Studierende. Allerdings wird in den ersten Sitzungen ein Crash-Kurs in die sprachphilosophischen Voraussetzungen gegeben werden, die man braucht, um die Theorie relativer Wahrheit zu verstehen. Wer viel Zeit und Energie mitbringt, kann den Kurs also auch als Einstieg in die gegenwärtige Sprachphilosophie und ihre Implikationen für die Meta-Ethik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik nutzen.
Literatur

John MacFarlane, Assessment Sensitivity. Relative Truth and its Applications (unveröffentl. Buchmanuskript: http://johnmacfarlane.net/reltruth-chapters.pdf).

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2012. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin