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Reproduktion, Care Work, Feminisierung. Ethnologische Perspektiven auf auf Geschlecht, Körper und Arbeit - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51705
Semester WiSe 2011/12 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat keine Angabe

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Fr. 10:00 bis 12:00 Einzel am 21.10.2011 Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Fr. 10:00 bis 12:00 Einzel am 04.11.2011 Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Fr. 10:00 bis 15:00 Einzel am 02.12.2011 Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Fr. 10:00 bis 15:00 Einzel am 13.01.2012 Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Fr. 10:00 bis 15:00 Einzel am 27.01.2012 Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Fr. 10:00 bis 15:00 Einzel am 03.02.2012 Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Bergmann, Sven , M.A.
Speck, Sarah , M.A.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Beifach ( POVersion: 2005 )     -  
Bachelor of Science  Geschl.stud./Gender Stud. Beifach ( POVersion: 2005 )     -  
Magister  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Magister  Geschl.stud./Gender Stud. Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Science  Geschl.stud./Gender Stud. Zweitfach ( POVersion: 2005 )     -  
Bachelor of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Zweitfach ( POVersion: 2005 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Ein zentraler Topos feministischer Theoriebildung der 1970er und 1980er Jahre war der Zusammenhang von Geschlecht und Arbeit. Trotz der inzwischen etablierten Norm geschlechtlich egalitärer Verteilung von Haushalt und Kindererziehung sowie vermeintlich gleichem Zugang zum Arbeitsmarkt bleibt dieser Konnex jedoch auch bis heute signifikant. Dies wird nicht nur anhand der so genannten „gläsernen Decke“ sichtbar; auch Sorge-Arbeit ist weiterhin zum großen Teil ‚weiblich‛. Dass jedoch nicht nur Geschlecht, sondern auch die Differenzkategorien Klasse und ‚race‛ in diesem Themenkomplex relevant sind, zeigen nicht zuletzt Forschungen zu migrantischer Care Work in westlichen Ländern.

In aktueller Auseinandersetzung mit Arbeitsverhältnissen wird betont, dass die Grenzen von Arbeit und „Zuhause“ erodieren. Lohnarbeit wird dabei zunehmend zu einem Ort von Affektivität (Hochschildt) und fordert Fähigkeiten ein, die kulturell als ‚weiblich’ gelten. In einer ethnographischen Perspektive interessiert sich das Seminar für diese körperlichen wie emotionalen Anforderungen. Es soll nach der neuen Qualität dieser Zumutungen gefragt werden. die, wie einige Autor_innen konstatieren, zu einer generellen „Feminisierung der Arbeit“ und einem Ineinanderfallen von Produktion und Reproduktion geführt haben. Nicht zuletzt haben Gender-Forschungen seit den 90er Jahren gezeigt, dass Arbeit selbst an der Herstellung von Geschlecht teilhat – einige Autor_innen plädieren in diesem Zusammenhang für einen erweiterten Arbeitsbegriff.

Das Seminar versteht sich als Einführung in den Themenkomplex ‚Arbeit, Körper und Geschlecht‛. Dabei soll die inhaltliche Auseinandersetzung mittels verschiedener methodischer Zugänge (Texte, Filme, künstlerische Arbeiten) erfolgen. Zudem sollen die Studierenden eine eigene empirische Forschung zu Arbeit und Geschlecht erarbeiten.  

Literatur

Anderson, Bridget: Doing the Dirty Work? Migrantinnen und die Globalisierung der Hausarbeit. Berlin: Assoziation A, 2006.

Bock, Gisela ; Duden, Barbara: Arbeit aus Liebe - Liebe als Arbeit: Zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus. In:  Frauen und Wissenschaft: Beiträge zur Berliner Sommeruniversität für Frauen. Berlin, 1977, 118–199.

Boudry, Pauline (Hrsg.); Kuster, Brigitta (Hrsg.); Lorenz, Renate (Hrsg.): Reproduktionskonten fälschen! Heterosexualität, Arbeit und Zuhause, Berlin: b_books, 1999.

Dalla Costa, Mariarosa: Die Frauen und der gesellschaftliche Umsturz. In: Dalla Costa, Mariarosa; James, Selma (Hrsg.): Die Macht der Frauen und der Umsturz der Gesellschaft. Berlin: Merve, 1973, 40–43.

Hochschild, Arlie Russel: Das gekaufte Herz : Zur Kommerzialisierung der Gefühle. Frankfurt a. M./New York: Campus: 2006.

Jurczyk, Karin (Hrsg.); Oechsle, Mechthild (Hrsg.): Das Private neu denken : Erosionen, Ambivalenzen, Leistungen. Münster: Westfälisches Dampfboot, 2008.

Wetterer, Angelika: Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion. Konstanz: Uvk, 2002.

Bemerkung

Offen für Gender Studies!

Die Veranstaltung wird in Blöcken stattfinden. Termine werden noch bekannt gegeben.

Kontakt:

sarahspeck@gmx.de

sven.bergmann@staff.hu-berlin.de

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2011/12. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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