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Der Berliner. Zur historischen Tribalisierung des Urbanen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51714
Semester WiSe 2011/12 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 10:00 bis 12:00 wöch 25.10.2011 bis 14.02.2012  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kaschuba, Wolfgang , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie Nebenfach ( POVersion: Provisorium )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie ( POVersion: Provisorium )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Große Städte sind im 19. und frühen 20. Jahrhundert etwas Aufregendes und Verunsicherndes, weil nicht nur deren Wirtschaft, Verkehr und Architektur „neu“ und „fremd“ erscheinen, sondern vor allem auch die darin nun lebenden Menschenmassen. Diese städtische „Masse“ erscheint anonym, ist vielfach zugewandert, lässt sich nicht so recht identifizieren. Dennoch scheint sie irgendwie verbunden durch gemeinsame „lokale“ Lebensbedingungen, Lebensstile, Mentalitäten. Was Historiker und (Laien)Volkskundler im 18. Jahrhundert begonnen hatten: den „Volkscharakter“ ländlicher Regionen von den Oberbayern bis zu den Friesen zu bestimmen, wird daher nun auch bei dem neuen „sozialen Wesen“ des Großstädters versucht. Nicht nur, aber vor allem auch in Berlin. In Witzen und Erzählungen, Pamphleten und Karikaturen, Zeitungsartikeln und Romanen, mentalitätsgeschichtlichen Abhandlungen und volkskundlichen Studien wird der Berliner „Großstadtmensch“ als eigener „Stamm“ beschrieben. Von der „Schnauze“ bis zum „Eckensteher“, von der „Boulette“ bis zur „Göre“ werden nun vermeintliche kulturelle Lokaltraditionen mit der (neuen) urbanen Situation verbunden, um daraus Konturen alter „Volkscharaktere“ wie neuer „Menschentypen“ zu gewinnen.

Um diese rund 100 Jahre „Berliner Inlandsethnologie“ bis in die Zeit des NS wird sich das Seminar kümmern – an Hand von unterschiedlichen historischen Text- und Bildquellen, mit Blick auf wirkungsvolle Exotisierungs- und Tribalisierungsstrategien „des Urbanen“ und damit in vielfacher Hinsicht auf den Spuren der eigenen (volkskundlichen) Fahcvergangenheit. Und es wird auch nach Kontinuitäten gegenwärtiger Berliner „Menschenbilder“ fragen.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2011/12. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin