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Kreativer Widerstand in der Popkultur? Das Populäre als Ort sozialer Auseinandersetzung in Europa - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 51730
Semester SoSe 2011 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mi. 16:00 bis 18:00 wöch von 20.04.2011 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Ludewig, Bianca
Spiekermann, Rika
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Universitätsverwaltung, Studienabteilung (I), Studienreform
Inhalt
Kommentar

Philosophische Fakultät I

Institut für Europäische Ethnologie

Bemerkung

Pop ist ein Feld der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um kulturelle Hegemonie. Dabei soll nicht nur Musik, die aus dem Kontext sozialer Bewegungen entsteht, untersucht werden, sondern ebenso kritische Stimmen, die sich außerhalb politischer Zusammenhänge verorten. Die in popkulturellen Diskursen produzierten hybriden Bilder und Klänge (Bricolage), die erzeugten Atmosphären und Imaginationen sollen befragt werden. Die Kontexte und Umstände der kulturellen Produktion sollen genauer untersucht werden: Wo wird was, von wem und warum an Popkultur produziert und wo entsteht Bedeutung? Wer nimmt an der Produktion und Konsumption von Popkultur teil und unter welchen Bedingungen? Welche Arbeiten gibt es zum Thema und welche Diskurse und Methoden greifen sie auf? Kontroverse Standpunkte sollen im Seminar diskutiert werden.

Um eine lokale Eingrenzung zu machen, die wir gleichzeitig politisch interessant und relevant finden, schlagen wir „Europa“ sowohl als kritisch verhandeltes und zu verhandelndes Thema in Popkultur, als auch als geographischen Bezugspunkt vor. Wie werden in unterschiedlichen Beispielen gesellschaftliche Verhältnisse verhandelt, kritisiert oder (re-) produziert, wie werden Blickregime und Hegemonien unterlaufen? Uns interessiert, welche Imaginationen – Bilder und Diskurse – über den geographischen, kulturellen und politischen Raum „Europa“ in der Popkultur produziert, diskutiert, kritisiert und verhandelt werden. Musikvideos, Dokumentationen und Musikstücke sollen hierzu untersucht werden.

Die Bildhaftigkeit der postindustriellen Stadt ist für Musikstile wie Techno, Hip Hop oder Punk der wichtigste Referenzpunkt. Gleichzeitig ist die Stadt der Schauplatz, an dem Eventisierung, Medialisierung Kommerzialisierung und Gentrifizierung in rasender Geschwindigkeit stattfinden. Weshalb die Stadt nicht nur ein Ort der Freiheit, sondern auch eine Kampfzone ist. Diese Kämpfe, so glauben wir, spiegeln sich in der Popkultur wider. Popkultur in der Stadt gibt somit auch Anhaltspunkte für aktuelle Transformationen kultureller und gesellschaftlicher Verhältnisse. Wie ist das Verhältnis von Kritik, Widerstand und Utopie? Richtet sich Widerstand immer nur gegen etwas oder finden sich darin auch Imaginationen einer anderen Welt (Utopien, Dystopien oder Heterotopien)? Wie und wo entsteht Bedeutung in der Popkultur? Welche kritischen Botschaften, Inszenierungen und Identitätskonstruktionen sind mit subkultureller Praxis verknüpft? Wir wollen nicht nur einen ethnographischen, sondern vor allem auch einen trans- und interdisziplinären Blick auf Popkultur, Poptheorie sowie popkulturelle Praxis werfen.

Wir möchten mit Studierenden aus einem breiten Spektrum von Disziplinen und Fachbereichen zusammen arbeiten, um mit einem breiten Reservoir an Methoden, Theorien und Wissen forschen zu können. Studierende aus den Feldern Medienwissenschaft, Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Postcolonial Studies, Gender Studies, Ethnologie, Kommunikationswissenschaft, neuere Philologien, Regionalstudien, Subkulturforschung, Stadtforschung, Geographie, aber auch alle, die ein Vorwissen und Interesse mitbringen sind herzlich eingeladen. Zum Ende des Seminars sollen die Ergebnisse in einem Abschlussprodukt, zusammenfließen.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2011. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin