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Wunder. Ein Ausstellungsprojekt zwischen Kunst, Wissenschaft und Religion - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51719
Semester SoSe 2010 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 18:00 bis 20:00 wöch 21.04.2010 bis 14.07.2010  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Tyradellis, Daniel, Professor, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2005 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie ( POVersion: Provisorium )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Wo ein Wunder sich ereignet, gerät etwas Bestehendes aus den Fugen. Das religiöse Wunder wird als Zeichen und Eingriff Gottes verstanden, das technische als eine eben noch unmöglich scheinende Verschiebung des Machbaren, und das Wunder von Geburt oder der Liebe als Ereignisse, die zu groß und mitreißend sind, um sie je verstehen zu können. Auch in der Populärkultur hat das Wunder seinen festen Platz, sei es als Wunderknabe oder Busenwunder.

 

Gerade aufgrund seines überbordenden Charakters verrät das Wunder viel über gesellschaftli-che Ordnungsstrukturen und ihre Evidenzen. An ihm werden unhinterfragte Voraussetzungen und Grenzen sichtbar, aber auch die Übergänge von einer zur anderen Ordnung markiert – als epistemische Brüche oder interkulturelle Phänomene. Dabei ist sowohl die historische Ent-wicklung als auch der synchrone Vergleich aufschlussreich.

 

Das Seminar geht dem Phänomen im Spannungsfeld von Wissenschaft, Religion und Popu-lärkultur nach. Es setzt sich dabei mit unterschiedlichen theoretischen Schlüsseltexten ausein-ander, aber auch mit Werken der Kunst und Ergebnissen der Naturwissenschaften. Flucht-punkt der Überlegungen ist eine Ausstellung, die 2011 zum Thema gezeigt werden soll. Das Seminar bietet dadurch zugleich Einblicke in die Erarbeitung komplexer Ausstellungsprojekte und führt in die Grenzen und Möglichkeiten verschiedener Medien (historisches Exponat, Bild, Film, Computer etc.) zur Kulturvermittlung ein.
Literatur

Andrzej Anderwald, „Wunder im Zeitalter der Naturwissenschaften“, in: theologie und glaube 4/2005, S. 439-450.

Elisabeth Bronfen/Barbara Straumann, Diva. Eine Geschichte der Bewunderung, München 2002.

Lorraine Daston, Wunder, Beweise und Tatsachen. Zur Geschichte der Rationalität, Frankfurt am Main 2001.

Lorraine Daston/Katharine Park, Wunder und die Ordnung der Natur, Frankfurt am Main 2003.

Jacques Derrida, „Glaube und Wissen“, in ders./Gianni Vattimo (Hg.), Die Religion, Frank-furt am Main 2001, S. 9-106.

Immanuel Kant, „Träume eines Geistersehers“, in: ders., Werke, Bd. 2, S. 921-984.

Martin Niemöller, „Pfingsten – Das Wunder des Glaubens“, in: ders., 16 Predigten, Frankfurt am Main 1992, S. 40-44.

Michel Serres, Die Legende der Engel, Frankfurt am Main 1995.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2010. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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