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Grenz- und Imaginationsraum Europa - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51731
Semester SoSe 2010 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 10:00 bis 12:00 wöch 22.04.2010 bis 15.07.2010  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Römhild, Regina , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( POVersion: 2005 )   -  
Magister  Europäische Ethnologie ( POVersion: Provisorium )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

"Europa lässt uns nicht träumen", sagt die feministische Philosophin Rosi Braidotti. Sie erinnert an die frühen Visionen der antifaschistischen und  jüdischen Intellektuellen noch während und nach dem Zweiten Weltkrieg, die ein anderes, ein offenes Europa ohne Grenzen imaginierten - als Antwort auf die europäische Erfahrung von Gewalt und Krieg, Nationalismus, Rassismus und Totalitarismus. Was ist aus diesen Visionen geworden, die am Beginn des heutigen modernen Europas standen? Wo sind heute die sozialen Imaginationen, die uns über die Kritik an den Realitäten der Baustelle Europa - ihren äußeren und inneren Grenzen, ihren Ungleichheiten und Zumutungen - hinaus träumen und handeln lassen?

 Dieser Frage nach möglichen anderen Europas geht das Seminar nach - in der historischen Perspektive (vergessener) Utopien und in der Gegenwartsperspektive aktueller kritischer Interventionen und Entwürfe, wie sie auch derzeit an den Schnittstellen von Wissenschaft, Kunst, urbanen Subkulturen und politischem Aktivismus entstehen, aber auch an wesentlich unsichtbareren Orten wie dem Alltag der Migranten und Marginalisierten im Neuen Europa. In theoretischer Perspektive behandelt das Seminar die Wirkungen und Kräfte einer "sozialen Praxis der Imagination" (Arjun Appadurai) sowie die Frage nach dem Verhältnis zwischen Grenzerfahrung, Kritik und Utopie bzw. Heterotopie.

Das Seminar bietet zugleich die Möglichkeit der Vorbereitung auf ein Studienprojekt, das sich ab dem Wintersemester 2010/11 mit solchen Formen praktizierter Imagination im Grenzraum Europa beschäftigen wird.

Literatur Braidotti, Rosi (im Gespräch mit Rutvica Andrijasevic) (2005): „L’Europa non ci fa sognare / Europa lässt uns nicht träumen.“ In: Kölnischer Kunstverein u.a. (Hg.): Projekt Migration. Köln: DuMont. S. 760-769 / S. 832-835
Bemerkung Anrechenbar im Masterschwerpunkt Europäisierung

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2010. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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