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Konflikttheorien: Einführung in die Analyse der polemischen Gesellschaft - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 530168
Semester WiSe 2023/24 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.07.2023 - 31.03.2024    aktuell
Zentrale Nachfrist    16.10.2023 - 19.10.2023   
Zentrale Frist    01.07.2023 - 11.10.2023   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 12:00 bis 14:00 wöch Institutsgebäude - 004 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsgroßraum) August findet statt     25
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
August, Vincent, Professor, Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Monobachelor ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstudium-o.Abschl.  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften, Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie
Inhalt
Kommentar

Letzte Generation, Maskenpflicht, "Flüchtlingskrise" - die westlichen Demokratien haben es mit intensiven Konflikten zu tun. Das produziert Polarisierungsdiagnosen und Träume von einer harmonischen Gesellschaft, die gleichermaßen kaum zu halten sind. Wie lassen sich dann unsere scharfen Konflikte um Migration, Rassismus, Ökologie, Gender besser verstehen und erklären?

In dem Seminar erarbeiten wir uns ein Repertoire zur Analyse unserer polemischen Gesellschaft. Dafür bietet das Seminar eine systematische Einführung in die Konflikttheorie. Es umfasst drei größere Bereiche: Gesellschaftstheoretisch fragt es, warum wir welche typischen Konfliktlinien in der (spät-)modernen Gesellschaft vorfinden. Es bietet zweitens Instrumente, um die oft paradoxen Eskalations- und Deeskalationsdynamiken sozialer Konflikte zu analysieren. Und es fragt drittens normativ nach den Funktionen, Nutzen und Gefahren von Konflikten für moderne Demokratien.

Wir werden uns dafür unterschiedliche konzeptionelle und empirische Zugänge aus der Sozialpsychologie, der Demokratietheorie und der Soziologie ansehen, die jeweils auch empirische Studien zur Illustration heranziehen. Auf diese Weise gelangen wir zu einem wissenschaftlich abgeklärten Umgang mit den Konflikten unserer Zeit.

Literatur
  • Collins, Randall (2012). C-escalation and D-escalation. American Sociological Review 77(1): 1–20.
  • Coser, Lewis A. (1956). The Functions of Social Conflict. The Free Press.
  • Kriesberg, Louis (1998). Constructive Conflicts: From Escalation to Resolution. Rowman & Littlefield.
  • McAdam, Doug, Tarrow, Sidney G., Tilly, Charles (2003). Dynamics of Contention. Cambridge UP.
  • Mouffe, Chantal (1993). The Return of the Political. Verso.
  • Nassauer, Anne (2019) Situational Breakdowns: Understanding Protest Violence and Other Surprising Outcomes. Oxford UP.
  • Pruitt, Dean G., Kim, Sung H. (1994). Social Conflict: Escalation, Stalemate, and Settlement. McGraw-Hill.
  • Simmel, Georg (1904). The Sociology of Conflict. American Journal of Sociology 9(4): 490–525.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin