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Toxic Berlin? - Spurensuche nach den Altlasten einer Region - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Colloquium Veranstaltungsnummer 5328810
Semester SoSe 2022 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 16:00 bis 18:00 wöch 21.04.2022 bis 21.07.2022  0.10 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


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Georg47 Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Kassung, Christian , Prof. Dr. phil. verantwortlich
Weber, Heike, Professor, Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Metropolen und deren Peripherie sind attraktive und wichtige Orte der Niederlassung von Industrie gewesen, so auch die Region Berlin. Im Seminar wollen wir dem Nachleben der im Berliner Raum im 19. und 20. Jahrhundert akkumulierten Technik und Industrie nachgehen: Wir erkunden Standorte von Altlasten und anderen ökologischen Nachfolgeproblemen; einige davon bedürfen der langzeitigen so genannten »Nachsorge«, wie die inzwischen gängige Vokabel des Ingenieurwesens für diesen Bereich des Umgangs mit Technik lautet. Das teils toxische »Belastungsspektrum« reicht von Asbest oder PCB in Gebäuden über Produktionsrückstände, wie z.B. jene der Auer-Gesellschaft in Oranienburg, hin zu ehemaligen Deponien.

Am Beginn des Semesters steht eine Einarbeitung in die Themenkomplexe Altlasten, Sanierung und Nachsorge anhand von weithin bekannten »toxic sites« und »Ewigkeitslasten« (wie z.B. Hanford Site, Tschernobyl, Bitterfeld, Bergbaufolgen in der Lausitz oder im Ruhrgebiet). Sodann werden wir uns mit der Geschichte einzelner Standorte ebenso befassen wie mit deren Altlasten, der Sanierung und/oder der aktuellen Nachnutzung. Historische Quellen und Archive werden ebenso zu konsultieren sein wie das aktuelle Altlastenkataster von Berlin (Bodenbelastungskataster, BBK); für die Frage der regionalen Industriekultur wird die Expertise des Berliner Zentrums für Industriekultur einbezogen. Wir wollen außerdem ausgewählte Standorte aufsuchen und die Frage erörtern, inwieweit Citizen Science-Elemente dabei helfen könnten, das zumeist unsichtbare Nachleben von Technik und Industrie angemessen darzustellen.

Teilnahme: Der Besuch des Seminars setzt ein abgeschlossenes BA-Studium voraus. Dieses findet als Präsenzveranstaltung statt und beginnt am 21.4.2022.

Literatur

- Nye, David E.; Elkins, Sarah (Hg.): The Anti-Landscape. Amsterdam, New York 2014.
- Armiero, Marco u.a.: Toxic Bios. A guerrilla narrative project. Online: http://www.toxicbios.eu/#/stories

Prüfung

Im Seminar kann ein Teilnahmeschein durch regelmäßige Teilnahme (3 LP) erworben wie auch eine Modulabschlussprüfung durch eine Hausarbeit (4 LP) abgelegt werden.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2022. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
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