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Die Norm kennt kein Außen. Norm, Normierung und Normalisierung und ihre soziale Wirkmächtigkeit - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 530183
Semester SoSe 2022 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 10:00 bis 12:00 wöch Institutsgebäude - 002 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsraum) Teschlade findet statt     25
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Teschlade, Julia , Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

In der Soziologie stehen (soziale) Normen für geteilte Verhaltenserwartungen, die (mit)bestimmen, was kulturell als erwünscht und angemessen gilt. Sie dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und sind immer von Machtverhältnissen durchzogen. Was als normal gilt und was als abweichend, wird durch Grenzziehungen geregelt bzw. in sozialen Interaktionen verhandelt. Aus (geschlechter-)soziologischer Perspektive interessiert vor diesem Hintergrund weniger die Frage ‚was‘ ist normal, sondern ‚wie‘ wird dieses „Normal“ hergestellt und wirkmächtig?

Im Seminar beschäftigen wir uns herrschafts- und normkritisch mit diesen vermeintlichen gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten, insbesondere in Bezug auf das Geschlechterverhältnis und Heteronormativität. Gerade die Queer Studies haben frischen Wind in den Kampf um Deutungshoheiten und Wissensregimen gebracht und rücken die Bedeutung von Differenz und nicht-normativen Existenzweisen in den Vordergrund. Wir wollen uns mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Welche Funktion haben Normen, Normierungen und Normalisierungen in Bezug auf die Konstruktion von Geschlecht und Sexualität? Wie prägen Normativitäten die soziale Wirklichkeit und zu welchen Ein- und Ausschlüssen bzw. Othering-Prozessen führen sie? Wie kann man historische und kulturelle Veränderungen erklären oder wie kann man Veränderung herbeiführen? Welche Funktion haben sie im Kontext von Nationalstaat, Kapitalismus, Rassismus und (Post-)Kolonialismus? Welche Bedeutung haben sie für (rechtliche) Anerkennung? Neben den zentralen Fragen zur Normierung von Geschlecht und Sexualität werden weitere Felder in die Diskussion einbezogen wie z.B. Hygiene oder der Gebrauch psychotroper Substanzen.

Literatur
  • Ewald, François (1992): A Power without Exterior. In: Timothy J. Armstrong (Hrsg.), Michel Foucault, Philosopher. Hemel Hempstead: Harvester Wheatsheaf, S. 169-175.
  • Butler, Judith (2009): Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
  • Foucault, Michel (1983): Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit I. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
  • Foucault, Michel (2004): Geschichte der Gouvernementalität I: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, Vorlesung am Collège de France 1977 – 78. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
  • Wiegman, Robyn/Wilson, Angelia R. (2015): Introduction. Antinormativity’s Queer Conventions. In: Differences. A Journal of Feminist Cultural Studies, 26(1), S. 1-25.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2022. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
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