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Interaktion, Figuration, Verflechtung: Theoretische Ansätze für eine Anthropologie der (Macht-)Beziehungen - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51716
Semester WiSe 2021/22 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mi. 10:00 bis 12:00 wöch 212 (Seminarraum)
Stockwerk: 2. OG


Institutsgebäude - Mohrenstraße 40/41 (MO 40)

  findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Römhild, Regina , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Wie und wo entsteht Macht? Wie wird Gesellschaft gemacht? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit theoretischen Ansätzen, die Macht und Gesellschaft als Produkt sozialer Beziehungen verstehen. Es geht um relationale Handlungstheorien,  in denen das aufeinander bezogene, interdependente Handeln von Subjekten in und mit (Um)Welt im Mittelpunkt steht.

Ein erster Schwerpunkt wird dabei auf der Mikroanalyse alltäglicher Interaktionen in der Theorie Erving Goffmans liegen. Unter dem programmatischen Titel „Wir alle spielen Theater“ hatte er 1959 ausgeführt, wie der zwischenmenschliche Alltag bis ins kleinste Moment flüchtiger Begegnungen von Rollen und Regieanweisungen, gleichzeitig aber auch von Listen und Tricks der Beteiligten inszeniert und praktiziert wird. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich dem Begriff der Figuration von Norbert Elias (1965 ff.), mit dem er „Gesellschaft“ als das Zusammenspiel von Individuen in interdependenten Handlungsketten zu fassen sucht. Dieses Zusammenspiel kann sich sowohl auf eine kleine Gesellschaft (etwa von Kartenspieler*innen oder einer Nachbarschaft, eines Dorfes), als auch auf große, weit in den globalen Raum ausgreifende Handlungszusammenhänge beziehen. Zusammengehalten werden diese Figurationen durch veränderliche Machtbalancen, die die „Mitspieler*innen“ aneinander binden. Elias‘ Figurationstheorie erlebt jetzt gerade eine neuerliche Renaissance in der Migrationsforschung, die sich verstärkt auf seine mit John L. Scotson durchgeführte Studie „Etablierte und Außenseiter“ (1965) bezieht. Als dritten Schwerpunkt schließlich werden wir uns mit dem Ansatz der Verflechtungen beschäftigen, der vor allem in der postkolonialen Theorie – als „verflochtene Modernen“ (Shalini Randeria), als reflexiver Handlungsraum zwischen „Metropole“ und „Kolonie“ (Ann Laura Stoler, Jean und John Comaroff, Achille Mbembe) – entwickelt wurde. Darüber hinaus werden unter dem Begriff der Verflechtungen auch Verhandlungen, Interdependenzen und Unschärfen zwischen humanen und nicht-humanen Welten, etwa in dem feministisch inspirierten Posthumanismus Donna Haraways, thematisiert.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, das Interesse an Handlungstheorie mit einem spezifischen Fokus auf Beziehungshandeln zu vertiefen. Wir werden uns den Denkräumen der genannten Autor*innen, auch vor dem Hintergrund ihrer intellektuellen Biographien und Entwicklungen, ausführlicher widmen. Alle Teilnehmenden werden zudem angeregt, die theoretischen Perspektiven in selbst gewählten Praxisfeldern zu erproben und zu reflektieren.

 

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
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