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Schauspiele des Halbversteckten. Eine Bildgeschichte des gemalten Bildvorhangs - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 533603
Semester WiSe 2021/22 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 15:15 bis 15:45 wöch 27.10.2021 bis 16.02.2022      findet statt

Diskussion zur Vorlesung

  250
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Blümle, Claudia, Professorin, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Im Akt der Enthüllung lässt ein beiseite geschobener Vorhang etwas zum Vorschein kommen, das zuvor verborgen war, und löst dadurch das Interesse aus, dieses weiter zu ergründen. Dabei wird ersichtlich, wann welche Praktiken bestimmen, ob etwas in einem Bild zu sehen gegeben wird oder verbietend nicht gezeigt werden darf. Die Vorlesung fragt danach, auf welche Weise ein Vorhang im oder vor dem Bild die Begegnung mit dem Bild provoziert. Dabei sollen die Zusammenhänge diskutiert werden, wie die Verhüllung von Bildern im christlichen Kult ins Bild wandert, gemalte wie reale Vorhänge einen theatralen Auftritt im und des Bildes hervorbringen und sie bis heute dazu auffordern, sich auf das im Bild Gezeigte einzulassen. Ein Bild besteht somit weniger darin, Bedeutungsträger zu sein, sondern vielmehr darin, ein Sehen im Bild zu entfachen, dessen Reiz im Schauspiel des Halbversteckten liegt. Anhand einer Vielzahl unbekannter wie berühmter Kunstwerke, die von Hans Holbein, Tizian, Velázquez, Vermeer, Eduard Manet, Paul Cézanne bis zu Gehard Richter reichen, gibt die Bildgeschichte des gemalten Vorhangs schließlich eine Antwort was ein Bild ist, nicht zuletzt bezogen auf den gegenwärtigen Drang, es als reine Sichtbarkeit aufzufassen.

Literatur

Claudia Blümle und Beat Wismer (Hg.): Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance. Von Tizian bis Christo, Katalog zur Ausstellung „Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance. Von Tizian bis Christo“, Kunstpalast Düsseldorf, München 2016; Gabriele Brandstetter und Sibylle Peters (Hg.): Szenen des Vorhanges. Schnittflächen der Künste, Freiburg i.B.: Rombach Verlag 2008; Eberlein, Johann Konrad: Apparatio regis – revelatio veritatis. Studien zur Darstellung des Vorhangs in der bildenden Kunst von der Spätantike bis zum Ende des Mittelalters, Wiesbaden 1982; Kemp, Wolfgang: Rembrandt. Die heilige Familie mit dem Vorhang, Frankfurt am Main 1992; Sigel, Brigitt Andrea: Der Vorhang der Sixtinischen Madonna. Herkunft und Bedeutung eines Motivs der Marienikonographie, Zürich 1977.

 

Bemerkung

Format: asynchron und synchron (Vorlesung steht als Filmaufnahme eine Woche vorab über Moodle zur Verfügung, die Diskussion zur Vorlesung findet live per Zoom jeweils von 15.15 bis 15.45 statt.)

Die erste Sitzung findet am Mittwoch, 27.10.2021, 15.15 Uhr, statt.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2021/22. Aktuelles Semester: WiSe 2022/23.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin