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Von vor der Wende bis nach der Wiedervereinigung. Private Fotografie in Ostdeutschland 1980-2000 - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Exkursion Veranstaltungsnummer 533655
Semester SoSe 2021 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Müller-Helle, Katja , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

In der Rückschau stellt sich das Ende der DDR als eine Zäsur dar, die die Geschäftsgrundlage einer ganzen Gesellschaft verändert. Die Untersuchung von Zeugnissen auf einer mikrohistorischen Ebene ergibt jedoch einen weit heterogeneren Befund: Zwar griffen D-Mark, Privatisierungen und nun zugängliche westliche Warenwelt tief in den Alltag einer großen Mehrheit von Menschen ein. Doch daneben gibt es Bereiche, in denen sich das Leben von den historischen Ereignissen unberührt fortzusetzen scheint.

An dieser Stelle setzt ein Forschungsprojekt ein, das derzeit von den Reinbeckhallen in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum betrieben wird. Mit Hilfe von öffentlichen Aufrufen werden seit Juni 2020 Privatpersonen eingeladen, ihre Alben und anderen Fotografien zu zeigen und darüber zu erzählen; die Gespräche werden mit einer Overhead-Kamera aufgenommen und die Alben teilweise gescannt. Bisher wurden ca. 50 solcher Gespräche geführt und mit einer Overheadvideokamera aufgezeichnet. Das Recherche- und Sammlungsprojekt soll 2021 fortgesetzt werden, und für das Ende des Jahres ist eine Ausstellung in den Reinbeckhallen geplant.

Gemeinsam mit den Studierenden sollen Albensichtungen vorgenommen und Formate für die Ausstellung privater Fotografien erarbeitet werden. Leitende Fragen für die Ausstellungsvorbereitung sind: Wie lässt sich ein solch heterogenes Material für eine Ausstellung aufbereiten, wenn es meist anonym und ohne gesicherten Kontext und überdies in seiner Bildlichkeit oft repetitiv ist? Wie können die Interviews und Objekte (Alben ebenso wie Bilder) in eine Ausstellung eingebunden werden? Wie lässt sich in einer solchen Ausstellung Vermittlungsarbeit anlegen, die über den Modus einer bloß belehrenden Erklärung hinausgeht?

Die Exkursion wird gemeinsam mit dem Kurator der Ausstellung Dr. Friedrich Tietjen (Leipzig) durchgeführt (siehe auch Praxisorientierte Lehrveranstaltung "Private Fotografie als Praxis und als Ausstellungsobjekt" LV-Nr. 533664.)

Literatur

Linda Conze, Ulrich Prehn und Michael Wildt: Sitzen, baden, durch die Straßen laufen. Überlegungen zu fotografischen Repräsentationen von „Alltäglichem“ und „Unalltäglichem“ im Nationalsozialismus, in: Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung, hrsg. v. Annelie Ramsbrock, Annette Vowinckel und Malte Zierenberg, Berlin: Wallstein Verlag 2013, S. 270-298; Anne König, Elske Rosenfeld, Han Wenzel und Andreas Rost: Das Jahr 1990 freilegen, Leipzig: Spector Books 2019.

 

Bemerkung

Kombination synchroner und asynchroner Formate

Die Teilnahme ist auf 15 Personen begrenzt.

Termine: 17.4., 10:00s.t.-15:00; 8.5., 10:00s.t.-18:00 Uhr; 12.6., 10:00s.t.-18:00; 10.7. 10:00s.t.-18:00.

Prüfung

Exkursionsbericht

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2021. Aktuelles Semester: WiSe 2022/23.
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