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Sadismus mit und ohne de Sade - Detailseite

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 532811
Semester SoSe 2021 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Die verbindliche Anmeldung erfolgt nach der ersten Zoom-Sitzung der jeweiligen Veranstaltung – eine Anmeldung über Agnes ist nicht möglich. Den Link zur ersten offenen Zoom-Sitzung sowie wichtige einführende Informationen erhalten Sie in diesem offenen Moodle-Begrüßungskurs.

Weitere wichtige Informationen zum Wintersemester erhalten Sie außerdem auf der Homepage des Institutes: https://www.culture.hu-berlin.de/de/studium/copy_of_digitales-sommersemester-2021/allgemeine-informationen.

Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 12:00 bis 14:00 wöch 15.04.2021 bis 15.07.2021      findet statt     150
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Därmann, Iris, Professor, Dr. phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Sadismus ist eine Gewaltpraxis, ein pornografisches Genre und eine Möglichkeit im Gebrauch der Lüste. Die „Plantagen-Pornografie“ (Marcus Wood) des 18. Jh.s präsentierte keine fingierte Folter, sondern koloniale Szenen realer Foltergewalt. Sade war über die Zustände in den französischen Kolonien nicht nur erstaunlich gut unterrichtet, er hat die koloniale Gewaltlust auch literarisch sichtbar gemacht und in Praktiken konvertiert, die auf die Aufhebung der Sklaverei zielten. Die sexualwissenschaftliche Karriere des „Sadismus“ stellte demgegenüber eine Entpolitisierung des Unternehmens Sades dar und war mit der Erfindung des „anormalen Individuums“ verbunden. Für Überlebende des Holocaust wurde „Sadismus“ zur Signatur der Vernichtungsmethoden des NS-Regimes (Vladimir Jankélévitch, Jean Améry u.a,). Über den Umweg Nietzsches und Freuds und die Wiederentdeckung des „göttlichen Marquis“ durch Guillaume Apollinaire rückte Sade seit den 1940er Jahren zugleich in den Brennpunkt einer Debatte, in der er „zum Nächsten“ (Pierre Klossowski) und zum „Menschen in der Revolte“ (Albert Camus) erklärt wurde. Die Vorlesung widmet sich der Frage: Wie schreibt man eine Affekt-, Pornografie- Körper- und Theoriegeschichte der alten Grausamkeit und der neuen Gewaltlust?

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2021. Aktuelles Semester: SoSe 2026.
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