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Cadrer le dérèglement: Institution, Intervention, Exodus - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 532875
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Die verbindliche Anmeldung erfolgt nach der ersten Zoom-Sitzung der jeweiligen Veranstaltung – eine Anmeldung über Agnes ist nicht möglich. Den Link zur ersten offenen Zoom-Sitzung sowie wichtige einführende Informationen erhalten Sie in diesem offenen Moodle-Begrüßungskurs.

Weitere wichtige Informationen zum Wintersemester erhalten Sie außerdem auf der Homepage des Institutes: https://www.culture.hu-berlin.de/de/studium/digitales-wintersemester-2020-21/allgemeine-informationen

Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 16:00 bis 18:00 wöch 03.11.2020 bis 23.02.2021      findet statt     20
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Grüner, Jakob , B.A. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Institutionen sind Prozess und Umgebung – Gefüge, die Praktiken, Rollen, Normen, Architekturen historisch konsolidieren und in ein Austauschverhältnis bringen (Gefängnisse, Universitäten, die Familie, aber auch ökonomische Räume, Räume der Arbeit, aktivistische Gruppen, etc.). Institutionen instituieren ein soziales Feld, sie produzieren Subjektivitäten und Formen des Kollektiven. Sie können Gruppen unterwerfen oder Herde der Kreativität katalysieren (Exodus). Doch wie lässt sich eine Störung rahmen, die die etablierten Regeln des Spiels durchkreuzt? Wie eine neue, radikalere Syntax für Räume des Möglichen entwerfen? Kurz: Wie den Exodus instituieren? In den Worten von Claire Parnet und Gilles Deleuze: „Tatsächlich heißt fliehen keineswegs, auf Taten verzichten – nichts Aktiveres als die Flucht!"

Ausgehend von Theorie und Praxis der Institutionellen Psychotherapie (François Tosquelles, Jean Oury, Félix Guattari) – einer radikalen Strömung, die sich der Maxime verschrieb, „die Umgebung zu behandeln, ehe irgendeine individuelle Kur begonnen wird" –, diskutiert das Seminar Modi der Intervention, die das institutionelle Gefüge als Raum einer emanzipatorischen Politik gestalten. Das Projekt der institutionellen Psychotherapie ist damit immer schon ein politisches Unterfangen, indem es ein non-dialektisches Verhältnis von psychischer und sozialer Entfremdung adressiert. Das Seminar thematisiert einschlägige Positionen und Schlüsselbegriffe wie Subjektivität, Transversalität, Mikropolitik, abstrakte Maschine oder Commons, um Möglichkeiten einer stets involvierten Institutionskritik auszuloten. Es werden dazu u.a. Texte von Félix Guattari, Claire Parnet und Gilles Deleuze, Jean Oury, Georges Canguilhem, Michel Foucault, Frantz Fanon oder Stefano Harney und Fred Moten in Bezug auf zeitgenössische gesellschaftliche Herausforderungen und Widerstandsfelder (wie u.a. Migration, Arbeit und Multitude oder Schuldenökonomie) diskutiert.

 

Prüfung

Hausarbeit, multimediale Präsentation

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 4 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin