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Wie Schafe zur Schlachtbank? Dimensionen jüdischen Widerstands im Nationalsozialismus - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Q-Tutorium Veranstaltungsnummer 532864
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Wichtige Änderungen

Es können nur noch Anmeldungen für die Warteliste vorgenommen werden.

Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Fr. 10:00 bis 12:00 Einzel am 17.04.2020 Pergamonpalais - 0.07 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt     10
Fr. 10:00 bis 18:00 Einzel am 24.04.2020     findet statt     10
Fr. 10:00 bis 18:00 Einzel am 22.05.2020 Pergamonpalais - 0.10 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt     10
Sa. 10:00 bis 18:00 Einzel am 25.04.2020     findet statt     10
Sa. 10:00 bis 18:00 Einzel am 23.05.2020 Pergamonpalais - 0.10 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt     10
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Starke, Carolin , B.A. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Widerstand von Juden_Jüdinnen ist in der Gesamtbetrachtung der Shoah ein marginalisiertes Feld. Häufig wird der appellierende Kampfspruch – „Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen“ – einer seiner bekanntesten Figuren, Abba Kovner, missinterpretiert. Diese aus dem Kontext gerissene Missinterpretation festigte den Glauben an die vermeintliche Passivität der Opfer. Die Passivitätsbeschuldigungen gehen zumeist mit Schuldvorwürfen einher, die nahelegen, »der Jude« sei an der eigenen Vernichtung schuld beziehungsweise zumindest mitschuldig. Die historischen Fakten stehen diesem Narrativ jedoch entgegen.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus war sehr vielfältig und erstreckte sich über ganz Europa. Juden_Jüdinnen kämpften nicht nur als Teil der alliierten Armeen, sie organisierten unter den schwierigsten Bedingungen Aufstände, wie etwa in den Vernichtungslagern oder in verschiedenen Ghettos, sie schrieben bereits während ihrer Verfolgung Berichte in den Ghettos sowie Vernichtungslagern und sammelten Schriftstücke für die Nachwelt. Sie waren aktiv in Partisan_innengruppen, sie dichteten Lieder, um sich gegenseitig Mut zu machen, und bildeten Netzwerken zur Rettung anderer Juden_Jüdinnen. Auch in Deutschland gab es organisierten Widerstand von Juden_Jüdinnen. Diese Fakten wurden gesamtgesellschaftlich nicht in das Narrativ über die Shoah aufgenommen, sondern werden häufig, wenn überhaupt, als reine Verzweiflungsakte dargestellt.

Dieses Seminar soll dem Rechnung tragen und wird exemplarisch anhand von unterschiedlichen Handlungen und Biographien jüdischer Widerstandskämpfer_innen verschiedene Ereignisse des Widerstands beleuchten. Die Gestaltung des Seminars ist multimedial. Wir werden uns mittels Podcasts, Dokumentationen, Interviews, Vorträgen und Texte die genannten Themen erarbeiten werden. Die Themen sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, die unterschiedlich viel Zeit beanspruchen werden. Mit Blick auf die Aktualität des Themas werden wir aus den gewonnenen Erkenntnissen einen Blog erstellen, den wir zum Schluss gemeinsam gestalten und veröffentlichen werden.

Erste Sitzung: Freitag, 24.04. 10-12 Uhr zum Kennenlernen per Videokonferenz.

Eine Anleitung findet ihr auf Moodle, zu dem ich euch dann das Passwort schicke. Wenn euer Interesse geweckt wurde, meldet euch gerne per Mail bei mir (ctarke@zedat.fu-berlin.de). Wir werden nicht wöchentlich zu Videokonferenzen zusammenkommen, sondern in unseren Kommunikationsweisen wechseln. Unsere Kommunikationsplattform wird primär Moodle sein.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin