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„Was ist Arbeit? Arbeitskonzepte in der (Geschlechter-)Soziologie“ - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Lektüreseminar Veranstaltungsnummer 53117
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 08:00 bis 10:00 wöch     findet statt     20
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Motakef, Mona , Dr. phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Geschl.stud./Gender Stud. Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   10  -  
Programmstudium-o.Abschl.  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   10  -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Wer Arbeit auf Erwerbsarbeit beschränkt, verliert eine ganze Reihe an gesellschaftlich notwendigen, weiblich konnotierten und auch rassifizierten Tätigkeiten aus dem Blick. Gleiches gilt für die Funktionen dieser Tätigkeiten für die kapitalistische Vergesellschaftung. Wie im Laufe des Seminars deutlich wird, hat diese Grundannahme feministischer Arbeitsforschung aus den 1970er Jahren bis heute nicht an Brisanz verloren. In dem Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundlagen des Arbeitsbegriffs, was uns u.a zum Verhältnis von Arbeit und Liebe führen wird.  In einem weiteren Schritt stehen Geschlechterverhältnisse in der Arbeit im Zentrum. Wir betrachten verschiedene Arbeitsfelder (Hausarbeit, Erwerbsarbeit) und verschiedene gesellschaftliche Ebenen, die für Arbeit relevant sind (Wohlfahrtsstaat, Arbeitsorganisationen). Aufbauend auf diesen Grundlagen setzen wir uns mit neueren Arbeitsbegriffen auseinander, in denen das frühe feministische Plädoyer einer Erweiterung des Arbeitsbegriffs aufgegriffen und anhand verschiedener Felder ausgearbeitet wird. Wir diskutieren etwa die Gefühlsarbeit von Stewardessen, die affektive Arbeit von Hausarbeiterinnen und die ‚body care‘-Arbeit von Leihmüttern. Abschließend ziehen wir ein Resümee: Wofür sind diese Arbeitsbegriffe hilfreich? Wo gerät der Arbeitsbegriff aber womöglich an seine Grenzen?

Literatur

Duden, Barbara; Gisela Bock (1977): Arbeit aus Liebe – Liebe als Arbeit: zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus. In: Frauen und Wissenschaft. Beiträge zur Berliner Sommeruniversität für Frauen Juli 1976, Berlin: S. 118-155.

Krebs, Angelika (2002): Arbeit und Liebe. Die philosophischen Grundlagen sozialer Gerechtigkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Hochschild, Arlie (2006): Das gekaufte Herz. Die Kommerzialisierung der Gefühle. Frankfurt a.M./ New York: Campus.

Stoeckle, Anabel (2018): Outsourcing Labor. Surrogacy as body care work. Österreichische Zeitschrift für Soziologie 43, S. 85-97.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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