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Populationsethik/ Population Ethics - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 51081
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 08:00 bis 10:00 wöch 15.10.2019 bis 11.02.2020 
Einzeltermine anzeigen
Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.406 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
keine öffentliche Person
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

Haben wir moralische Pflichten gegenüber zukünftigen Personen? Die meisten Leute glauben, dass wir bspw. klimaschädliche Handlungen unterlassen sollten – und zwar nicht nur, weil sie gegenwärtigen Personen schaden; sondern gerade auch um zukünftige Personen willens. Demnach haben wir moralische Pflichten gegenüber zukünftigen Personen ebenso wie gegenüber Zeitgenoss*innen. Allerdings ist das nur in einigen Situationen tatsächlich der Fall; nämlich nur dann, wenn wir keinen Einfluss auf die Anzahl und Identität zukünftiger Personen haben. Nur dann reicht eine Ethik fester Populationen aus. In vielen Entscheidungen ist die Situation jedoch komplizierter: Sollte ich ein Kind bekommen? Und wenn ja, wann? Wir sollten die Erde nachhaltig bewirtschaften – doch nachhaltig für wie viele Menschen? Müssen wir die Weltbevölkerung senken? Und welche Klimapolitik ist die richtige? In diesen Fällen beeinflusst unsere Entscheidung nicht nur die Umstände, in der zukünftige Personen leben werden, sondern auch wer und wie viele Leute jemals geboren werden. Die Identität und die Anzahl zukünftiger Personen hängt davon ab, welche Entscheidung wir treffen. Für diese Fälle brauchen wir eine Ethik variabler Populationen – kurz: Populationsethik.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den rätselhaften Problemen, die die Populationsethik aufwirft: Wenn eine Entscheidung die Identität der betroffenen Personen ändert, dann können wir diesen Personen gar nicht schaden. Sind unsere moralischen Pflichten dann eher auf die Verbesserung der Welt gerichtet statt auf die Sorge um konkrete Personen? Doch wenn das stimmt, haben wir dann Pflichten, Kinder zu zeugen, um mehr Gutes in die Welt zu bringen? Und wäre ein Zustand, in dem sich eine bestimmte Anzahl von Personen an einer hohen Lebensqualität erfreuen, besser als ein Zustand, in dem wesentlich mehr Personen existieren, ihre Lebensqualität jedoch niedriger ist?

Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit den Grundlagen der Populationsethik vertraut machen; insbesondere anhand der Problemaufwürfe in Derek Parfits Reasons and Persons (1984). Im zweiten Teil beschäftigen wir uns dann mit einigen ausgewählten Problemen intensiver und diskutieren Lösungsstrategien für diese Probleme.

Literatur

Literaturhinweis:

Die Literatur ist ausschließlich in englischer Sprache vorhanden. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Literatur wird deshalb vorausgesetzt.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 12 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin