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Kinder und Kindheit in der Literatur des 19. Jahrhunderts - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210061
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=93436
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 14:00 bis 16:00 wöch Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.504 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Willer, Stefan , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Education (BS)  Deutsch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   -  
Master of Education (ISS)  Deutsch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   -  
Master of Education (GYM)  Deutsch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   -  
Master of Education (ISG)  Deutsch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Master of Arts  Deutsche Literatur Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

"On ne connaît point l'enfance" ("Man kennt die Kindheit durchaus nicht"), heißt es zu Beginn von Jean-Jacques Rousseaus epochemachender Erziehungsschrift "Émile ou de l'éducation" (1762). Der Satz steht für die 'Entdeckung' der Kindheit um die Mitte des 18. Jahrhunderts, er markiert aber auch eine Grenze der Erkennbarkeit. Inwiefern kann Kindheit zu einem Gegenstand theoretischen und/oder angewandten Wissens werden – in der Anthropologie, der Psychologie, der Pädagogik? Wie zugänglich oder wie unverfügbar sind kindliche Erfahrungswelten aus erwachsener Perspektive? Und bis zu welchem Grad lässt sich die grundsätzlich problematische Individualität des modernen Menschen auf die Kindheit zurückführen oder gar aus ihr erklären? Das SE soll erkunden, wie Kinder und Kindheit vor dem Hintergrund solcher Fragen zu einem ebenso zentralen wie herausfordernden Thema für die Literatur des 19. Jahrhunderts werden. Dafür werden wir in einem historischen Längsschnitt Texte verschiedener Gattungen auf ihre jeweils spezifischen literarischen Techniken hin untersuchen: von der geschichtsphilosophisch grundierten Kindheits-Emphase der Frühromantik (Novalis, Friedrich Schlegel, Jean Paul) über die Kinderfiguren in romantischen Märchen, Erzählungen und Gedichten (Brüder Grimm, E.T.A. Hoffmann, Friedrich Rückert) bis zu den Kindheitsdarstellungen im Realismus (Adalbert Stifter, Gottfried Keller) und Naturalismus (Marie von Ebner-Eschenbach, Gerhart Hauptmann) sowie in der zeitgenössischen Literatur für Kinder (Heinrich Hoffmann, Johanna Spyri).

Literatur

Forschungsliteratur zur Einführung:

  • Davide Giuriato/Philipp Hubmann/Mareike Schildmann (Hg.): Kindheit und Literatur. Konzepte – Poetik – Wissen. Freiburg 2018.
  • Caroline Roeder (Hg.): Topographien der Kindheit. Literarische, mediale und interdisziplinäre Perspektiven auf Orts- und Raumkonstruktionen. Bielefeld 2014.
  • Angela Winkler: Das romantische Kind. Ein poetischer Typus von Goethe bis Thomas Mann. Frankfurt a.M. 2000.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin