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Karl Jaspers: Ursprung und Ziel der Geschichte. - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Veranstaltungsnummer 51014
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat keine Angabe 0

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 18:00 bis 20:00 wöch von 21.10.2019 
Einzeltermine anzeigen
Universitäts-Hauptgebäude - 1072 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Hör-/Lehrsäle ansteigend ohne Experimentierbühne) Gerhardt findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Gerhardt, Volker , Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

Die vier Jahre nach dem Ende des Krieges geschrieben Abhandlung von Karl Jaspers ist der bedeutendste Beitrag zur Geschichtsphilosophie im 20. Jahrhundert. Der nach 1933 unter Lehrverbot stehende und seit 1939 täglich mit der Deportation in ein Todeslager rechnende Denker hat bereits 1945 seine bewegende Antwort auf die „Schuldfrage“ der Deutschen publiziert. Auch seine eindringende Kenntnis der Werke Nietzsche hatte ihn mit der These von der Sinnlosigkeit der Geschichte vertraut gemacht. Da er weder mit Kant noch mit Hegel davon ausgehenden konnte, dass der Sinn der Geschichte in der Kontinuität der Natur- oder Vernunftentwicklung liegen konnte, entwickelt er eine These vom geschichtlichen Ursprung der Sinnfragen, der sich die Menschheit zu stellen hat, solange sie sich als Menschheit begreift.

 Den geschichtlichen Ursprung sieht Jaspers in der „Achsenzeit“, einer global gefassten, sich von China über Indien, Persien, Mesopotamien bis nach Griechenland erstreckenden Epoche zwischen 800 und 300 v. Chr., in der die großen begrifflichen Konzeptionen von Universalität und Individualität entstehen. Sie bestimmen seitdem die Philosophie, die Religionen und die Literaturen.

 Jaspers These hat eine breite historische Forschung angeregt, die längst auf andere Wissenschaften ausstrahlt. Nur die akademische Philosophie hat diese auch methodologisch überaus interessante Konstruktion bislang zu wenig beachtet.

 Wir lesen die Schuldfrage und befassen uns dann mit Jaspers Ursprung und Ziel der Geschichte. Einen in Kürze im Jaspers-Handbuch erscheinende Artikel kann ich auf Anfrage elektronisch zu Verfügung stellen.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin