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Tagebuchromane (Rilke, Walser, Keun) - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210035
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist    01.07.2019 - 09.10.2019   

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Do. 12:00 bis 14:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.301 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     40
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wagner, Elisabeth , Dr. phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Deutsch Kernfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsche Literatur Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsche Literatur Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsche Literatur Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Im Tagebuchroman überwiegt die Erzählzeit die erzählte Zeit: die Vergegenwärtigung des Erzählens im Akt des Aufschreibens, die Konzentration und Intensivierung in der monologischen Form des Erzählens (innerer Monolog und erlebte Rede), der Eindruck  der Unmittelbarkeit des Erlebten. Als Roman ist das Tagebuch mit seiner Vielfalt an Möglichkeiten der Fiktionalisierung jedoch nicht nur ein „Buch der Seele“, wie man im 18. Jahrhundert sagte, oder in heutiger Zeit, eine Selbstdarstellung im Selfi-Format. In der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts wird  der so subjektiv zentrierte Tagebuchroman verwendet, um die subjektiven, intimen und so ganz ‚eigenen‘  Erfahrungen in der Problemkonstellation von Individuum und Gesellschaft zur Sprache zu bringen. Die bekannten Themen des Bildungs- und Erziehungsromans, des Künstlerromans und des ‚Frauenromans‘ werden hier anders und innovativ zur  Sprache gebracht. Im Erlebniszentrum von Rilkes "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (1908), Walsers "Jakob von Gunten" (1909) und  Keuns "Das kunstseidene Mädchen"(1932) steht zudem die Großstadtmoderne von Paris und Berlin; der scheinbare Gegensatz von Privatheit / Intimisierung des Tagebuchs und Öffentlichkeit / Masse, Technik, Konsumwelt des "Texts der Stadt" zur Diskussion.

Literatur

Einen nützlichen Überblick gibt die Arbeit von Renate Kellner: Der Tagebuchroman als literarische Gattung. Thematologische, poetologische und narratologische Aspekte. Berlin: De Gruyter 2015.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 5 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin