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Zum Verhältnis von Ethnographie und Kritik: Eine Einführung in die Forschungsfelder der Europäischen Ethnologie - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Ringvorlesung Veranstaltungsnummer 51721
Semester WiSe 2018/19 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 10:00 bis 12:00 wöch von 22.10.2018 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 0007 Hausvogteiplatz 5-7 (HV 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Farias, Ignacio, Professor, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Dieses verpflichtende einführende Seminar will Ihnen einen umfassenden Einblick in Forschungsfelder und aktuelle Debatten der Europäischen Ethnologie geben: Es ist als Ringvorlesung organisiert, d.h., dass in jeder Sitzung ein anderer Forschungsschwerpunkt mit seinen besonderen Fragestellungen und Debatten im Mittelpunkt stehen wird. Auf diese Weise werden Sie die Forschungsschwerpunkte und die Lehrenden des Instituts für Europäische Ethnologie kennenlernen. Es geht dabei um die "Breite" der Felder und Ansätze, nicht um Spezialisierung und Vertiefung. Dies soll Ihnen eine erste Orientierung am Institut ermöglichen und Sie darin unterstützen, Ihre Interessen und eigenen Schwerpunkte im Fach und seinen Forschungsansätzen zu verorten.


Die Sitzungen werden aber durch eine übergreifende Problemstellung miteinander verbunden. In jeder Sitzung werden feldspezifische Formen ethnographischer Praxis erörtert und diese in Bezug zu aktuellen Diskussionen zum Verhältnis von Ethnographie und Kritik gesetzt werden. Dabei geht es, einerseits, um die jüngste Debatte über den ‚Missbrauch‘ des Ethnographie-Begriffes und die Sinnhaftigkeit einer Differenzierung zwischen spekulativen, kritischen und/oder engagierten Bezugsweisen der Ethnologie und der ethnographischen Beschreibung; andererseits, um Rufe für ein Umdenken von Kritik als Modus sozialwissenschaftlicher Auseinandersetzung. Anstelle einer allgemeinen Positionierung in diesen Debatten werden im Rahmen dieser Ringvorlesung feldspezifische Perspektivierungen des Verhältnisses zwischen Ethnographie und Kritik erörtert.

Lernziele

Folgende Lernziele hat das Seminar:

  1. Studierende lernen die Forschungsfelder und -ansätze sowie die Lehrenden und Forschenden des Instituts kennen.

  2. Studierende erhalten über die Einführung in „Ethnography Reloaded“ hinaus Einblicke in aktuelle Debatten der europäischen Ethnologie.
  3. Studierende können ihre Schwerpunktsetzung im Studium begründen und eigene Interessen in den Fachkontext einordnen.

Teilnahmebedingungen & Modulabschlussprüfung

Wir erwarten Ihr Interesse, Ihre Anwesenheit und das Mitdenken – um das zu erleichtern, haben wir Ihnen jeweils einführende Texte genannt (die auch auf Moodle zu finden sind, soweit sie nicht im Netz stehen).

Um an diesem Seminar teilgenommen zu haben, sollen Sie über die Moodle-Seite des Kurses Kommentarbeiträge über mindestens 8 Texte machen (Sie können gerne mehr Kommentare einreichen!). Ihr Kommentar soll sich auf ein von Ihnen gewählten Zitat aus dem Text beziehen. In ihrem Beitrag geben Sie zunächst das Zitat an und dann ihr Kommentar dazu. Dabei sollen Sie darauf achten, dass das Zitat nicht von anderen Studierenden schon kommentiert worden ist. Wenn dies der Fall ist, können Sie sich ein anderes Zitat aussuchen, bzw. den schon hinterlegte Beitrag kommentieren, aber dies nur falls ihr Kommentar was Neues beiträgt. Kommentare können bis 23:59 Uhr des Sonntags vor der Sitzung, in der der jeweilige Text besprochen worden ist, hochgeladen werden. Danach ist das Moodle-Forum geschlossen.

Es ist zwar theoretisch möglich, aus dieser Veranstaltung heraus eine Modulabschlussprüfung zu schreiben. Doch wir raten dringend davon ab: Wir gehen davon aus, dass Sie – so Sie Erstsemester MA sind – diese Veranstaltung mit einem spezifischen Einführungsseminar aus dem MA Angebot kombinieren. Wir legen Ihnen daher nahe, die MAP aus dem spezifischen Einführungsseminar heraus zu schreiben und das Wissen dieser Ringvorlesung zur Verdichtung Ihrer MAP zu nutzen. Bei Ausnahmen bitte in Kontakt mit mir treten.

 

SEMINARPROGRAMM

 

15.10.

Einführung I: Zum Verhältnis zwischen Ethnographie und Ethnologie

Vortragender: Ignacio Farías

 

Text: Ingold, I. (2014) "That’s enough about ethnography!”. HAU. Journal of ethnographic theory.

22.10.

Einführung II: Zur Kritik der Kritik von Kritik

Vortragende: Silvy Chakkalakal & Ignacio Farías

 

Text: Fassin, D. (2017). The endurance of critique. Anthropological Theory, 17(1), 4-29

29.10.

Wissens- und Wissenschaftsgeschichte:  Intervention in "Denkstile"

Vortragende: Leonore Scholze-Irrlitz

 

Text: Scholze-Irrlitz, Leonore (2009) Feldforschung in der Mark Brandenburg. Volkskundliche Wissensproduktion in den 1930er Jahren in Berlin. In: I. Dietzsch, W. Kaschuba, L. Scholze-Irrlitz (Hrsg.): Horizonte ethnografischen Wissens. Eine Bestandsaufnahme. Köln, Weimar, Wien: , S. 112–130 mit Einleitung, ebd., S. 7-15

5.11.

Kritische Europäisierungsforschung: Postkoloniale Perspektiven

Vortragende: Regina Röhmild

 

Text: Römhild, Regina & Shalini Randeria (2013): Das postkoloniale Europa: Verflochtene Genealogien der Gegenwart. In: Dies. & Sebastian Conrad (Hg.),

Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts-

und Kulturwissenschaften. Zweite, erweiterte Auflage. Frankfurt a.M. u.a.:

Campus, 9-31.

12.11.

GenderQueer in der Europäischen Ethnologie: Forschung und Intervention

Vortragende: Beate Binder

 

Text: Binder, B. & Hess, S. (2013), Eingreifen, kritisieren, verändern. Genealogien engagierter Forschung in Kulturanthropologie und Geschlechterforschung, in: Beate Binder et al. (Hg.): Eingreifen, kritisieren, verändern!? Interventionen ethnographisch und gendertheoretisch. Münster: Westfälisches Dampfboot, 22-54.

19.11.

Intersektional forschen - Zu Verflechtungen von Gender und Migration

Vortragende: Urmila Goel

 

Text: Binder, B. & Hess, S. (2011), "Intersektionalität aus der Perspektive der Europäischen Ethnologie", in: Hess, S. et al. (Hrsg.), Intersektionalität Revisited, Bielefeld: transcript, 15-52.

26.11.

Museums etc.

Vortragende: Sharon Macdonald

 

Text: Sharon Macdonald (1997) ‘The museum as mirror: ethnographic reflections’, in A. James, J. Hockey and A. Dawson (eds) After Writing Culture. Epistemology and Praxis in Contemporary Anthropology, London: Routledge, pp. 161-76.

3.12.

Medien- und Digitalanthropologie

Vortragender: Christoph Bareither

 

Text: Bareither, C. (2019) ‚Medien der Alltäglichkeit. Der Beitrag der Europäischen Ethnologie zum Feld der Medien- und Digitalanthropologie‘. Zeitschrift für Volkskunde

10.12.

Anthropology through Design: Devices for joint problem-making

Vortragender: Tomás Criado

 

Text: Criado, T. (draft) ‘A ‘how-to’ anthropology: Learning to relate in order to relate’

17.12

Gruppendiskussion: Zwischenbilanz – Was haben wir gelernt?

Moderation: Urmila Goel & Ignacio Farías

 

 

 

JAHRESENDEPAUSE

 

7.1.

Das ver-rückte Labor: Ethnographie und Wissenschaftsforschung 
Vortragende: Tahani Nadim

 

Text: Beaulieu, A. (2010). From co-location to co-presence: Shifts in the use of ethnography for the study of knowledge. Social Studies of Science, 40(3): 453-470.

14.1.

Mensch-Umwelt Beziehungen im Anthropozän: Ethnographie zwischen molekularen und planetaren Dingen von Belang

Vortragender: Jörg Niewöhner

 

Text: Niewöhner, J. und S. Beck (2017). Phänomenographie: Sinn-volle Ethnographie jenseits des menschlichen Maßstabs. In: Kulturen der Sinne. Zugänge zur Sensualität der Sozialen Welt. K. Braun, C.-M. Dieterich, T. Hengartner and B. Tschofen. Würzburg, Königshausen & Neumann: 78-96.

21.1.

Ethnographie städtischer Infrastrukturen als Herausförderung an die kritische Stadtforschung

Vortragender: Ignacio Farías

 

Text: Farías I. (2011) The politics of urban assemblages. CITY 15(3): 365-374.

28.1.

Anthropologie politischer Gewalt

Vortragender: Jens Adam

 

Text: Nancy Scheper-Hughes: Coming to our Senses: Anthropology and Genocide. In: Alexander Laban Hinton (Hrsg.): Annihilating Difference. The Anthropology of Genocide. Berkeley/Los Angeles/London 2002, S. 348-381

4.2.

Gruppendiskussion: Rückblick – Was haben wir gelernt?

Moderation: Beate Binder & Ignacio Farías

 

 

 

 

 

Bemerkung

Raum und Zeit wird noch bekannt gegeben.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2018/19. Aktuelles Semester: SoSe 2019.
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