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Gewaltbilder/Bildgewalten im 20. und 21. Jahrhundert - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532867
Semester SoSe 2019 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Das Seminar beginnt in der 2. Semesterwoche!

Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mi. 16:00 bis 18:00 wöch 17.04.2019 bis 10.07.2019  Institutsgebäude - 0.03 Sophienstraße 22-22a (SO 22) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Därmann, Iris, Professor, Dr. phil. verantwortlich
Wildt, Michael , Prof. Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Angeregt durch den Begriff der „strukturellen Gewalt“ (Johann Galtung) entwickelte sich seit den 1990er Jahren eine Theoriedebatte zu verschiedenen Gewaltformen: Pierre Bourdieu sprach von „Gewaltarbeit“ bzw. „sanfter Gewalt“. Michel Foucault prägte den Begriff der „infinitesimalen Gewalt“, Jan-Philipp Reemtsa den der „autotelischen Gewalt“. Alf Lüdtke konturierte den Begriff der „kleinen Gewalt“. Elissa Mailänder Kosslow machte eine „Mikrodynamik der Gewalt“ geltend. Jacques Sémelin brachte den Begriff der „extremen Gewalt“ in die Diskussion ein. Die Gender Forschung untersucht „sexuelle“ und „sexualisierte Gewalt“. Kann diese Theoriediskussion für die zeithistorische Bildforschung fruchtbar gemacht worden? Im Seminar soll der Begriff des „Gewaltbildes“ geschärft und für die Untersuchung von Gewaltbildern und Zwangsfotografien (Lynching, Folter, Menschenjagd, Massaker, Erschießungen, Schändungen, Entblößungen, Beschämungen) genutzt werden. Welche Rolle spielen Gewaltbilder für die Choreographie und Habitualisierung von Körpertechniken und Praktiken der Gewalt? Worin besteht demgegenüber eine spezifische „Bildgewalt“. Hat sie gewaltförderliche oder kathartische Wirkung? Bedient sie voyeuristischen bzw. sadistischen Genuss (Susan Sontag)? In welchen Situationen dokumentieren und bezeugen Bilder Gewalt (George Didi-Huberman)? Wann machen sie gewalt- und kraftlos (Jacques Derrida), wann wird ihnen selbst mit Gewalt begegnet (Ikonoklasmus)?

Im Seminar werden wir gemeinsam ein Archiv mit Gewaltbildern erstellen. Ein Reader mit ausgewählten Texten wird zur Verfügung gestellt.

Teilnahmebedingung: Erstellung eines Sitzungsprotokolls, Mitwirkung in einer Expert*innengruppe zur Erarbeitung von Diskussionsfragen für eine Sitzung.

Veranstaltung beginnt am 17. April!!!

Prüfung

Hausarbeit oder mündliche Präsentation

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin