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Erasmus von Rotterdam, Lob der Torheit - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Übung Veranstaltungsnummer 5270035Ü
Semester SoSe 2019 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat keine Angabe

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mo. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch von 15.04.2019  Universitäts-Hauptgebäude - 3053 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Unterrichtsraum)   findet statt     5
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lo Presti, Roberto , PD Dr. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Klassische Philologie
Inhalt
Kommentar

Der niederländische Humanist Erasmus von Rotterdam zählt zu den wichtigsten und bedeutungsvollsten Figuren des europäischen Humanismus und die von ihm als Stilübung verfasste Schrift Moriae encomium (auf deutsch: Lob der Torheit) ist zweifelsohne eines seiner bekanntesten Werke und auch bis heute eines der meistgelesenen Bücher der Weltliteratur.
Es geht um eine in lateinischer Sprache verfasste und erstmals 1511 gedruckte ironische Lehrrede, in der die als Frau mit „schlechtem Ruf“ personifizierte Stultitia auftritt und ihre eigenen „Tugenden“ vorstellt und lobt. In ironischer Überzeichnung lässt Erasmus „seine“ Weltherrscherin Stultitia, die sich mit ihren Töchtern Eigenliebe, Schmeichelei, Vergesslichkeit, Faulheit und Lust die Welt untertan gemacht hat, sich loben, und zielt dabei mit rhetorischer Eleganz auf die Dummheiten und Laster der Menschen ab. Ohne große Umschweife liest Stultitia dem erstaunten Zuhörer (Leser) deutlich die Leviten, nimmt fromme Christen, Kaufleute, Fürsten, Advokaten, Mönche, Gottesdiener, Heilige und Gelehrte aufs Korn und zeichnet auf raffinierte Art und Weise ein Spiegelbild der Zeit. Den Zuhörern erklärt die fiktive Rednerin, die mit ihrem „Wörtermischmasch“, nach dem Vorbild der von ihr kritisierten Gelehrten, willkürlich Zitate aus Dichtung, Philosophie und Theologie auswählt und in ihrem Sinn interpretiert, d.h. verfälscht, dass sich vor allem das Närrische und die Dummheit günstig und fördernd auf das Miteinander der Menschen auswirkt. Wo sie auch auftrete, herrsche Freude und Frohmut, alle stehen sie in ihrer Schuld, denn sie hat ihre Gaben – auch ungefragt – immer großzügig verteilt.

In dieser Übung werden wir den lateinischen Text übersetzen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln (sprachlich, literarisch, stilistisch, gattungstheoretisch, kulturgeschichtlich) betrachten, und wir werden auch versuchen, einen breiteren Blick auf Erasmus als Schlüsselfigur des Humanismus und auf seine Tätigkeit als Autor und Intellektueller zu werfen.

Literatur: Der lateinische Text wird am Anfang des Kurses den Teilnehmer_innen zur Verfügung gestellt werden. Weitere empfohlene Literatur wird in der ersten Kurssitzung mitgeteilt.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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