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Mental illness – Vor- und Darstellungen des Wahnsinns im historischen Wandel - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51711
Semester WiSe 2018/19 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Fr. 10:00 bis 12:00 Einzel am 19.10.2018
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
iCalendar Export Fr. 10:00 bis 17:00 Einzel am 23.11.2018
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Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
iCalendar Export Fr. 10:00 bis 17:00 Einzel am 14.12.2018
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Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
iCalendar Export Fr. 10:00 bis 17:00 Einzel am 18.01.2019
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Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Renard, Léa
Truan, Naomi , M.A.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

„Geisteskrankheit“, „Geisteserkrankung“, „Geistesgestörtheit“, „Geistesstörung“, „psychische Erkrankung“, „Verrücktheit“, „Irrsinn“, „Wahnsinn”, ... Warum gilt die Hysterie als ‚typische’ Frauenkrankheit? Was verbindet Verrücktheit mit dem Gefühl der Liebe („Ich bin nach dir verrückt“)? Wie lässt sich aus historischer Sicht verstehen, dass der Wahnsinn als Beweis, wenn nicht Bedingung für Kunst und schöpferische Kraft angesehen wurde? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen wir uns im Laufe des Seminars auseinandersetzen werden.

Vor diesem Hintergrund hinterfragt das Seminar das Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit, oder, anders gesagt, zwischen den (sozial und historisch konstruierten) Kategorien und den (individuellen) Erfahrungen am Beispiel des Diskurses über Wahnsinn und psychische Erkrankung. Das Seminar bietet einen interdisziplinären Überblick: Die Spannbreite reicht von Foucaults Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft bis zu historischen, soziologischn und linguistischen Studien über die Psychiatrie als Wissenschaft, die Klinik als Organisation und die Diagnosis als Storystelling und Kategorisierung (Garfinkel, Hacking, Goffman, Ainsworth-Vaughn). Diese Forschungsperspektive beleuchtet die permanente Bemühung der modernen westlichen Gesellschaft, zwischen Wahnsinn und Vernunft – und damit auch, zwischen Kranken und Gesunden – zu unterscheiden.     

Literatur

Primärliteratur

Büchner, Georg. 1836. Woyzeck.

Schnitzler, Arthur. 1924. Fräulein Else.

 

Sekundärliteratur

Ainsworth-Vaughn, Nancy. 1998. Claiming Power in Doctor-Patient Talk. (Oxford Studies in Sociolinguistics). New York: Oxford University Press.

Becker, Howard S. 1963. Outsiders: Studies in the Sociology of Deviance. New York: The Free Press.

Dittmann, Jürgen. 1991. Gesprächssituation und Situationsinterpretation. Normale und pathologische Prozesse. In Jürgen Dittmann, Hannes Kästner & Johannes Schwitalla (eds.), Erscheinungsformen der deutschen Sprache. Festschrift für H. Steger, 223–236.

Foucault, Michel. 1976. Histoire de la folie à l’âge classique. Paris: Gallimard.

Galasiński, Dariusz. 2013. Fathers, Fatherhood and Mental Illness. London: Palgrave Macmillan UK.

Garfinkel, Harold. 1967. Studies in Ethnomethodology. Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall.

Goffman, Erving. 1961. Asylums: Essays on the Social Situation of Mental Patients and Other Inmates. Reprint. New York: Anchor.

Hacking, Ian. 1986. Making up People. In Thomas C. Heller, Morton Sosna & David E. Wellberry (eds.), Reconstructing Individualism, 222–236. Stanford: Stanford University Press.

Hirschauer, Stefan. 1993. Die soziale Konstruktion der Transsexualität: über die Medizin und den Geschlechtswechsel. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Land, Victoria & Celia Kitzinger. 2007. Some uses of third-person reference forms in speaker self-reference. Discourse Studies 9(4). 493–525.

Semino, Elena. 2014a. Language, Mind and Autism in Mark Haddon’s The Curious Incident of the Dog in the Night-Time. In Monika Fludernik & Daniel Jacob (eds.), Linguistics and Literary Studies, 279–303. Berlin: Mouton de Gruyter.

Semino, Elena. 2014b. Pragmatic failure, mind style and characterisation in fiction about autism. Language and Literature 23(2). 141–158.

Zimmerman, Jacqueline Noll. 2003. People Like Ourselves: Portrayals of Mental Illness in the Movies. Lanham, Maryland, Oxford: The Scarecrow Press.

Bemerkung

Eine Modulabschlussprüfung findet nur in diesem Semester statt!

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2018/19. Aktuelles Semester: SoSe 2019.
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