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Transnationale Reproduktionsökonomien: Soziologische Perspektiven auf reproduktive Praktiken und ihre globalen Verflechtungen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53146
Semester WiSe 2018/19 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
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Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 10:00 bis 12:00 wöch
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Institutsgebäude - 205 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Teschlade, Julia
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstudium-o.Abschl.  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Unser Alltagsverständnis von menschlicher Fortpflanzung, Abstammung, Vererbung oder Verwandtschaft wird immer wieder durch technologische Neuerung herausgefordert. „Egg freezing" erlaubt es Frauen, eine Familiengründung auf einen späteren biographischen Zeitpunkt zu verschieben. Lesbische Paare können sich die „Mutterschaft“ ihres Kindes teilen, wenn eine Frau die Eizelle spendet und die andere das Kind austrägt. Schwule Paare können sich mithilfe einer Leihmutterschaft ihren Kinderwunsch erfüllen.

Die wachsenden Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin stellen nationale Regierungen vor die Herausforderung, rechtliche Regelungen zu formulieren, was eine Familie ist und wer wie eine Familie mit Kindern gründen darf. Reproduktionstechnologien stellen heteronormative und essentialistische Konzeptionen von Reproduktion, Familie und Sexualität grundsätzlich infrage. Diese gesellschaftlichen Veränderungen bringen zugleich Unbehaglichkeiten und eine Befreiung aus dem heterosexuellen Paradigma der Fortpflanzung mit sich. Sie sind mit Ambivalenzen verbunden, die für manche Menschen mehr Freiheiten bringen, während die Freiheit und Rechte anderer Menschen gefährdet werden.

Im Seminar setzen wir uns aus einer soziologischen Perspektive mit diesen komplexen transnationalen Verflechtungen auseinander und nehmen die globalen sozialen Ungleichheiten, die sozialen Praktiken und Positionierungen der Akteur_innen sowie die biopolitischen Implikationen in den Blick. Wie werden Ungleichheiten im transnationalen Raum von inter­sekt­io­na­len Differenz(ierungs)linien, wie Geschlecht, Sexualität, Ability, Alter, sozioökonomischer Stellung und Race, geprägt? Welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für familiale und reproduktive Praktiken? Welche neuen familialen Beziehungen entstehen aufgrund von Reproduktions­technologien?

Literatur

 

Franklin, Sarah (2013): Biological Relatives: IVF, Stem Cells and the Future of Kinship. Duke University Press.

Lettow, Susanne (2015): Biokapitalismus und Inwertsetzung der Körper. Perspektiven und Kritik. Prokla 45(1), S. 33-49.

Mamo, Laura (2007): Queering reproduction. Achieving pregnancy in the age of technoscience. Durham/London: Duke University Press.

Rudrappa, Sharmila (2015): Discounted Life: The Price of Global Surrogacy in India. New York University Press.

 

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2018/19. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
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