AGNES -
Lehre und Prüfung online
Studierende in Vorlesung
Anmelden

Petrus Abelardus, Scito te ipsum - Detailseite

  • Funktionen:
  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5270087
Semester WiSe 2018/19 SWS 2
Rhythmus jedes 2. Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 08:30 bis 10:00 wöch von 22.10.2018 
Einzeltermine anzeigen
Universitäts-Hauptgebäude - 3053 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Lo Presti, Roberto , PD Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Klassische Philologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   1 - 3 
Programmstudium-o.Abschl.  Klassische Philologie Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Master of Education (GYM)  Latein 1. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   1 - 2 
Master of Education (ISS)  Latein 1. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   1 - 2 
Master of Education (GYM)  Latein 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   1 - 2 
Master of Education (ISS)  Latein 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   1 - 2 
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Klassische Philologie
Inhalt
Kommentar

In seiner "Ethica" erhob Abaelard (1079–1142) das Gewissen des Einzelnen zum obersten Kriterium für die Beurteilung der Moralität einer Handlung. In dieser zwischen 1135 und 1139 verfassten Schrift, der er zwei Titel gab: Ethica oder Scito te ipsum (Erkenne dich selbst), erörtert Abaelard die Frage nach dem Guten und dem Bösen, vor allem aber erstmals die Bedeutung des Gewissens für die Selbstbestimmung des Menschen.
Er unterscheidet zwischen der Schwäche des Menschen, die durch Selbstbeherrschung überwunden werden kann, und der Sünde, die darin besteht, sich den eigenen Schwächen zu unterwerfen. Seine These, das Gewissen sei die oberste Instanz der Moral und die Moralität oder Verwerflichkeit einer Handlung bestimme sich daher aus der Gesinnung des Handelnden, führte ihn zu der Folgerung, dass derjenige, der böse handelt, ohne es doch selbst zu wissen, dadurch noch nicht schuldig wird - sondern erst dann, wenn er entgegen besserer Einsicht, die ihm aufgegeben und möglich ist, das Böse wählt.
Diese Behauptung stieß bei den Zeitgenossen und der Kirche auf Kritik und führte (neben anderen Punkten seiner theologischen Lehre) zur Verurteilung Abaelards auf dem Konzil von Sens (1141); wirkungsgeschichtlich gewann sie gleichwohl große Kraft und Bedeutung, da durch diesen Gedanken die überkommene Doxa, allein der Verstoß gegen moralisch geltende Regeln gebe den Maßstab dafür ab, ein Individuum der Sünde zu bezichtigen, dahingehend zu relativieren, dass nur der sich schuldig macht, der auch wusste, dass er eine Verfehlung begeht.
Aus diesem Grund zählt die Schrift zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. In dieser Übung werden wir ausgewählte Abschnitte dieses Werkes übersetzen und mit Blick auf seinen intellektuellen Kontext erörtern.

Literatur: Ausgabe P. Abaelard, Scito te ipsum/Erkenne dich selbst. Lateinisch-Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Ph. Steger, Leipzig: Meiner, 2014.
Sekundärliteratur: J. E. Brower, K. Guilfoy (Hrsg.): The Cambridge companion to Abelard. Cambridge Univ. Press, Cambridge u. a. 2004; U. Niggli (Hrsg.): P. Abaelard. Leben – Werk – Wirkung. Herder, Freiburg u. a. 2003; M. Perkams: Liebe als Zentralbegriff der Ethik nach Peter Abaelard. Aschendorff, Münster 2001.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2018/19. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin