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(Un-)Sichere Räume? - Territorialisierungsprozesse innerhalb Europas und an dessen Außengrenzen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 51746
Semester SoSe 2018 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mi. 18:00 bis 20:00 wöch von 18.04.2018 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Klappenberger, Linus
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Die Konstruktion von (un-)sicheren Räumen zeigt sich auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Vor allem in Städten lässt sich in diesem Zusammenhang eine Zunahme an raumbezogenen Kontrollund Überwachungsmaßnahmen verzeichnen. Auch an den europäischen, teils externalisierten Außengrenzen zeigt sich die fortschreitende Einteilung in sichere bzw. unsichere Orte als ein Instrument zur Erhaltung gesellschaftlicher Herrschaftsstrukturen. Die Widersprüche, die sich in der abstrakten Zuweisung Afghanistans als „sicheren Herkunftsstaat" und in der Ausrufung von vermeintlichen „Gefahrengebieten" innerhalb urbaner Zusammenhänge durch die Polizei zeigen, stellen Ausgangspunkte dar, um den politisch-geographischen Raum Europas und dessen herrschaftsförmige „Produktion, Aneignung und Kontrolle" (Belina 2006: 65) genauer in den Blick zu nehmen und kritisch zu diskutieren. Eine Frage, die in diesem Seminar deshalb im Zentrum stehen soll, ist, inwiefern sozialräumliche Praxis als Mittel zum direkten bzw. indirekten Zugriff auf die Bevölkerung und damit auch als
Mittel zur (Re-)Produktion der gesellschaftlichen Verhältnisse dient. Besondere Aufmerksamkeit soll deshalb auf die ideologische Rolle des Raums in seinem vermeintlichen Zusammenhang mit Sicherheit gelegt werden, um so vor allem deren Effekte auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen zu untersuchen und in einen gemeinsamen Zusammenhang bringen zu können. Theoretisch steht deshalb die Frage im Vordergrund, wie die „Produktion des Raumes" (vgl.
Lefebvre 1991) als gesellschaftliches und soziales Phänomen begriffen werden kann. Außerdem knüpfen wir im Seminar an verschiedene (ethnographische) Beispiele und theoretische Debatten sowohl aus der Grenz- und Migrationsforschung einerseits als auch aus der Stadtforschung andererseits an. Dies ermöglicht auch einen Blick auf die sozialen Kämpfe und den Widerstand gegen die teils gewaltvollen Ausformungen einer solchen raumbezogenen sozialen Praxis.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2018 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin