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Europa de-/zentrieren: Einführung in Konzepte und Fragestellungen der anthropologischen Europäisierungsforschung - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51704
Semester SoSe 2018 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 10:00 bis 12:00 wöch von 18.04.2018  Institutsgebäude - 211 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Adam, Jens , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Das Seminar vermittelt Einblicke in Grundbegriffe, Fragestellungen und aktuelle Untersuchungsfelder der anthropologischen Europäisierungsforschung. „Europa“ wird hierbei nicht als eine feststehende Größe oder als ein besonderer „Kulturraum“ verstanden, sondern als ein historisch wandelbares und immer umstrittenes Gefüge, das in Alltagskonstellationen, in politischen Aushandlungen und globalen Verflechtungen hergestellt wird. Europa befindet sich also permanent „in the making“. Die Analyse dieser multiplen Herstellungszusammenhänge und ihrer ebenso vielfältigen Effekte bildet das  Leitmotiv dieses Seminars. Hierzu werden im Kern folgende Lerninhalte vermittelt:

  • ein fachgeschichtlicher Überblick über die unterschiedlichen Phasen, in denen „Europa“ und „Europäisierung“ sukzessive zu einem expliziten Gegenstand der Kultur-/ Sozialanthropologie und Europäischen Ethnologie geworden ist;
  • Positionen einer postkolonial informierten und zugleich anthropologischen Annäherung an den Begriff der „europäischen Moderne“ (verstanden als einem wirkmächtigen Modus zur „exklusiven“ Selbstbeschreibung Europas, der seine Entstehung im Zuge von kolonialen Verflechtungen zumeist auszublenden versucht);
  • ethnografische Zugänge zur Erforschung der Verläufe, Spannungen und Effekte der Europäischen Integration (verstanden als ein widersprüchlicher, multipolarer und ergebnisoffener Prozess);
  • anthropologische Perspektiven auf die Asymmetrien und Ausschlüsse, die Europa immer auch konstituieren und sich etwa an seinen (fluiden) Grenzen, an den Positionen „interner Anderer“ oder am Umgang mit „anderen Geschichten“ (etwa des Staatssozialismus) zeigen;
  • anthropologische Perspektiven auf aktuelle Dynamiken – etwa in den Bereichen Flucht, Migration, Grenz- oder Handelspolitiken –, anhand derer sich gegenwärtig die Frage nach den Beziehungen zwischen „Europa“ und der „Welt“ stellt.
Literatur

Literaturhinweise: Sebastian Conrad, Shalini Randeria & Regina Römhild (Hrsg.): Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. Frankfurt, New York 2013; John Borneman & Nick Fowler: Europeanization. In: Annual Review of Anthropology 26 (1997), S. 487-514; Kerstin Poehls & Asta Vonderau (Hrsg.): Turn to Europe. Kulturanthropologische Europaforschungen. Berliner Blätter 41 (2006); Cris Shore: Building Europe. The Cultural Politics of European Integration. London u.a. 2000; Gisela Welz: European products: making and unmaking heritage in Cyprus. New York, Oxford 2015; Gregory Feldman: The Migration Apparatus. Security, Labor, and Policymaking in the European Union. Stanford 2012; Ruben Andersson: Illegality, Inc. Clandestine Migration and the Business of Bordering Europe. Oakland 2014.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2018. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin