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Wirklichkeiten und Möglichkeiten utopischen Denkens in der Spätmoderne - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 5210206
Semester SoSe 2018 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Fr. 12:00 bis 14:00 wöch
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Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.504 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt   15.06.2018: Ausfall aufgrund des Streiks der stud. Beschäftigten 25
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Valtin, Lukas
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

„Erzähl' mir deine Wunschträume, und ich sag' dir, in was für einer Realität du lebst.“ So oder so ähnlich könnte man das Verhältnis von Gesellschaft und Utopie fassen: Letztere will Erstere transzendieren – und gleichzeitig ist sie in Form und Inhalt von dieser unleugbar abhängig. Die entstehenden Utopien selbst sowie die Art und Weise des gesellschaftlichen Umgangs mit ihnen (zeitgenössisch oder ex post) können deshalb für eine vielschichtige Gesellschaftsanalyse fruchtbar gemacht werden.
Das Projekttutorium möchte in (unabdingbar) fächerübergreifender Manier den aktuellen Stand utopischen Denkens ausloten. Um den nötigen Abstand zu einem nur umgangssprachlich und intuitiv verstandenen Utopiebegriff zu gewinnen, soll hierfür im ersten Semester zunächst ein Überblick über die Geschichte des utopischen Denkens bzw. utopischer Projekte gewonnen werden, von der Antike (Platon) bis zu den utopietheoretischen Schriften des 20. Jahrhunderts (Adorno, Marcuse). Der Fokus soll in diesem ersten Abschnitt dabei stets auf einer Analyse der Wechselwirkungen zwischen der jeweiligen Utopie und dem kulturellen Umfeld, aus dem sie hervorgegangen ist, liegen.
Die so gewonnen Erkenntnisse werden im zweiten Semester dann die Analyse aktueller utopischer Bewegungen/Projekte/Schriften/Kunstwerke etc. informieren (deren Auswahl zum Teil den Teilnehmenden selbst überlassen wird). Zur Seite gestellt werden dieser Recherche einschlägige aktuelle Gesellschaftsanalysen. Leitfrage wird hier sein: Wie haben gesellschaftliche Veränderungen der Spätmoderne die Entstehungsbedingungen für utopisches Denken und seine innere Struktur und Wirkungsweise beeinflusst?
Vor allem in Bezug auf die entstehenden Endprodukte dieser Forschung/Auseinandersetzung soll der Kreativität, die das Thema herausfordert, unbedingt Raum gegeben werden.

Literatur

Z. Bauman: Retrotopia. Berlin 2017; A. Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten. Berlin 2017; C. Rendueles: Soziophobie. Politischer Wandel im Zeitalter der digitalen Utopie. Berlin 2015; J. Rosefeldt: Manifesto. Hrsg. von Anna-Catharina Gebbers et al. Buchhandlung Walther König 2017; R. Saage: Utopische Profile. Band 1-4. Berlin 2001-2003; E. O. Wright: Reale Utopien. Wege aus dem Kapitalismus. Berlin 2017.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2018. Aktuelles Semester: WiSe 2018/19.
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