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Die 'Neue Rechte' als gesellschaftliches Phänomen - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Q-Tutorium Veranstaltungsnummer Ü51742
Semester WiSe 2017/18 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich ÜWP: Zentrale Frist    01.07.2017 - 02.11.2017   

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 10:00 bis 12:00 wöch von 23.10.2017 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Seminar- und Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Boßmeyer, Salome
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )     -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Prüfungen / Module
Prüfungs- bzw. Modulnummer Modul
12000 Überfachliches Wahlpflichtmodul

Prüfungsformen:
PT Projekttutorien, M mündlich, S schriftlich, KL Klausur, HA Hausarbeit, B Bachelorarbeit, MT Masterarbeit, P Praktikum, FS Forschungsseminar, MP Modulabschlussprüfung, PS Proseminar, EX Exkursion, ME Mündliche Prüfung und Expose
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Die Neue Rechte gewinnt an Einfluss. Donald Trump wurde zum Präsidenten der USA gewählt, in Ungarn ist eine neo-nationalistische Regierung an der Macht und in Österreich, den Niederlanden und Frankreich sind zuletzt die Kandidat*innen rechtspopulistischer Parteien haarscharf nicht zu Regierungschef*innen geworden. In Indien regiert zum wiederholten Mal ein Premierminister aus der hindunationalistischen BJP. Auch in Deutschland haben sich seit PEGIDA und der Gründung der AfD sichtbare und einflussreiche Vertreter*innen dieses Spektrums etablieren können. Gemessen am Ausmaß rechtspopulistischer/ neo-nationalistischer/ neu-rechter Gruppierungen, Akteure, Publikationen etc. gibt es längst nicht genug Forschung, die dieses Phänomen in seiner gesamtgesellschaftlichen Einbindung und Auswirkung analysiert.

In diesem Q-Tutorium werden wir uns aus studentischer Sicht mit diesem Thema befassen. Dabei sollen vor allem die (scheinbaren?) Widersprüche in neu-rechten Organisationen und Medien sowie in der Wählerschaft rechtspopulistischer Parteien als Ausgangspunkt der Forschung in den Blick gerückt werden: Wie passt es zusammen, Abschiebungen mit Humanismus und christlicher Nächstenliebe zu begründen? Wie können Homosexuelle eine ausschließliche Förderung traditioneller Familienpolitik fordern? Aus welcher Perspektive ist es sinnvoll, aus Abstiegsangst jemanden zu wählen, der nach allen Prognosen die eigene ökonomische Situation verschlechtern wird?

Ausgerichtet an den Wünschen und Interessen der Teilnehmenden werden wir eine ethnografische Forschung durchführen, die danach fragt, wie neurechte Diskurse/Ideologien durch/in Alltagspraktiken sinnhaft gemacht werden. Darüber hinaus soll auch überlegt werden, wie die Neue Rechte aus dieser Perspektive als gesamtgesellschaftliches Phänomen begriffen werden kann und welche Handlungsansätze im Umgang mit Rechtspopulismus angebracht sind.

Das Q-Tutorium ist über zwei Semester ausgelegt und richtet sich an alle Studierenden, die Interesse an einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik und selbstständiger Forschung haben. Methodisches und/oder inhaltliches Vorwissen ist sehr willkommen.

 

Literatur

Banks, Marcus und Andre Gingrich (2006): Neo-Nationalism in Europe and Beyond. Perspectives

from Social Anthropology. New York: Berghahn Books.

Dietze, Gabriele (2010): Okzidentalismuskritik. Möglichkeiten und Grenzen einer

Forschungsperspektivierung. In: Dies., Claudia Brunner und Edith Wenzel (Hg.): Kritik des

Okzidentalismus. Transdisziplinäre Beiträge zu (Neo-)Orientalismus und Geschlecht.

Bielefeld: transcript, S. 23-54.

 

Holmes, Douglas R. (2000): Integral Europe. Fast-capitalism, multiculturalism, neofascism. Princeton,

N.J: Princeton University Press.

 

Kalb, Don und Gábor Halmai (Hg.) (2011): Headlines of Nation, Subtexts of Class. Working Class

Populism and the Return of the Repressed in Neoliberal Europe. New York, Oxford: Berghahn

Books.

 

Mudde, Cas und Cristóbal Rovira Kaltwasser (2012): Populism: Corrective and Threat to Democracy.

In: Dies. (Hg.): Populism in Europe and the Americas. Threat or Corrective for Democracy?

Cambridge, New York u.a.: Cambridge University Press, S. 205- 222.

 

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2017/18 gefunden:

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