Trotz aller gesellschaftspolitischen und übergreifenden wissenschaftlichen Relevanz des Themas sind Border Studies als interdisziplinäres Forschungsfeld in Deutschland bisher noch kaum etabliert. Vereinzelte Ansätze zu einer dezidierten Grenzforschung gibt es in der Geschichts- und Kulturwissenwissenschaft/Historischen Anthropologie, in den postkolonialen Studien sowie in der kritischen Migrations- und Europäisierungsforschung, die sich mit neuen grenzpolitischen Formationen und Regierungstechniken der Europäischen Union beschäftigt, wie sie in der Auseinandersetzung mit den herausfordernden Bewegungen der Migration entstehen.
Diese bislang relativ unverbundenen Forschungszweige produktiv zusammenzuführen und in Richtung historisch wie global orientierter, interdisziplinär konzipierter Border Studies weiterzuentwickeln, ist das Ziel des gerade an der HU gegründeten Interdisziplinären Zentrums für transnationale Grenzforschung „Crossing Borders“. Das Forschungskolloquium, das gemeinsam mit dem Institut für Europäische Ethnologie, dem dort angesiedelten Labor Migration und Labor Kritische Europäisierungsforschung, sowie der Professur für Historische Anthropologie und Geschlechterforschung ins Leben gerufen wird, ist als Werkstatt dieser Entwicklungen konzipiert. Ausgehend von richtungsweisenden Inspirationen der kritischen Geographie, einer postkolonial orientierten Genderforschung und Kulturwissenschaft sowie akteurszentrierten Ansätzen der Kulturanthropologie und Anthropologie des Politischen werden aktuelle Forschungsarbeiten, insbesondere der beteiligten Institute und ausgewählter externer Referent*innen, zum Material, um daran aktuelle wie weiterführende Fragestellungen und übergreifende Konzeptionen transnationaler Grenzforschung diskutieren und entwickeln zu können.
Die Arbeitsweise des Kolloquiums sieht neben Vorträgen, Inputs und lektürebasierter Diskussion die Möglichkeit zu intensiver Zusammenarbeit von Masterstudierenden mit Promovierenden in Form von AGs vor, die einzelne, thematisch eng mit einem Forschungsfeld der Promovierenden verbundene Sitzungen vorbereiten und gestalten. Dies ist eine (in der Europäischen Ethnologie bereits erprobte) Form des Team-Teachings mit Promovierenden, die Masterstudierenden eine unmittelbare Auseinandersetzung mit hochaktuellen Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler*innen in diesem Feld, auch als Inspiration für mögliche Themen von Masterarbeiten, ermöglicht und den Promovierenden eine besondere Form der intensiven Reflexion ihrer Forschung. Für Masterstudierende sind der Besuch von Einführungsseminaren mit Schwerpunkt „Europa/Europäisierung“, „Migration“ und/oder „Grenze“ bzw. entsprechende Vorkenntnisse und Forschungsinteressen Voraussetzung für eine erfolgreiche, produktive Teilnahme. Um diese Form der Zusammenarbeit zu planen, ist die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung am 24.4. (Achtung, hier ausnahmsweise Beginn: 18 Uhr, ansonsten 16 Uhr) dringend erforderlich.
Das interdisziplinäre Forschungskolloquium wird von allen beteiligten Lehrenden gemeinschaftlich gestaltet, wobei es sich in drei Schwerpunkte gliedert, für die jeweils einzelne Lehrende gesondert verantwortlich sind:
Themenschwerpunkt I: Phantomgrenzen (Hannes Grandits, Nenad Stefanov, Sevasti Trubeta, u.a.)
Themenschwerpunkt II: Innere und äußere Grenzregime Europas (Regina Römhild)
Themenschwerpunkt III: Kulturhistorische Perspektiven der Border Studies (Claudia Bruns)
Der vorläufige Zeitplan sieht folgende Termine vor:
24.4. Einführung, Besprechung des Programms, der Termine und Einteilung der Arbeitsgruppen
8.5. und 22.5. Themenschwerpunkt I/II
12.6. und 26.6. Themenschwerpunkt II/III
17.7. Themenschwerpunkt III & Abschlussdiskussion/Auswertung
Diese bislang relativ unverbundenen Forschungszweige produktiv zusammenzuführen und in Richtung historisch wie global orientierter, interdisziplinär konzipierter Border Studies weiterzuentwickeln, ist das Ziel des gerade an der HU gegründeten Interdisziplinären Zentrums für transnationale Grenzforschung „Crossing Borders“. Das Forschungskolloquium, das gemeinsam mit dem Institut für Europäische Ethnologie, dem dort angesiedelten Labor Migration und Labor Kritische Europäisierungsforschung, sowie der Professur für Historische Anthropologie und Geschlechterforschung ins Leben gerufen wird, ist als Werkstatt dieser Entwicklungen konzipiert. Ausgehend von richtungsweisenden Inspirationen der kritischen Geographie, einer postkolonial orientierten Genderforschung und Kulturwissenschaft sowie akteurszentrierten Ansätzen der Kulturanthropologie und Anthropologie des Politischen werden aktuelle Forschungsarbeiten, insbesondere der beteiligten Institute und ausgewählter externer Referent*innen, zum Material, um daran aktuelle wie weiterführende Fragestellungen und übergreifende Konzeptionen transnationaler Grenzforschung diskutieren und entwickeln zu können.
Die Arbeitsweise des Kolloquiums sieht neben Vorträgen, Inputs und lektürebasierter Diskussion die Möglichkeit zu intensiver Zusammenarbeit von Masterstudierenden mit Promovierenden in Form von AGs vor, die einzelne, thematisch eng mit einem Forschungsfeld der Promovierenden verbundene Sitzungen vorbereiten und gestalten. Dies ist eine (in der Europäischen Ethnologie bereits erprobte) Form des Team-Teachings mit Promovierenden, die Masterstudierenden eine unmittelbare Auseinandersetzung mit hochaktuellen Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler*innen in diesem Feld, auch als Inspiration für mögliche Themen von Masterarbeiten, ermöglicht und den Promovierenden eine besondere Form der intensiven Reflexion ihrer Forschung. Für Masterstudierende sind der Besuch von Einführungsseminaren mit Schwerpunkt „Europa/Europäisierung“, „Migration“ und/oder „Grenze“ bzw. entsprechende Vorkenntnisse und Forschungsinteressen Voraussetzung für eine erfolgreiche, produktive Teilnahme. Um diese Form der Zusammenarbeit zu planen, ist die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung am 24.4. (Achtung, hier ausnahmsweise Beginn: 18 Uhr, ansonsten 16 Uhr) dringend erforderlich.
Das interdisziplinäre Forschungskolloquium wird von allen beteiligten Lehrenden gemeinschaftlich gestaltet, wobei es sich in drei Schwerpunkte gliedert, für die jeweils einzelne Lehrende gesondert verantwortlich sind:
Themenschwerpunkt I: Phantomgrenzen (Hannes Grandits, Nenad Stefanov, Sevasti Trubeta, u.a.)
Themenschwerpunkt II: Innere und äußere Grenzregime Europas (Regina Römhild)
Themenschwerpunkt III: Kulturhistorische Perspektiven der Border Studies (Claudia Bruns)
Der vorläufige Zeitplan sieht folgende Termine vor:
24.4. Einführung, Besprechung des Programms, der Termine und Einteilung der Arbeitsgruppen
8.5. und 22.5. Themenschwerpunkt I/II
12.6. und 26.6. Themenschwerpunkt II/III
17.7. Themenschwerpunkt III & Abschlussdiskussion/Auswertung
Die Veranstaltung ist im MA Studiengang der Europäischen Ethnologie für den Schwerpunkt Europäische Modernen / European Studies als Vertiefungsseminar anrechenbar |