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Gefühlte Wahrheiten & Wahre Gefühle. ‚Post-faktische‘ Internet-Emotionspraktiken im Wahlkampf-Sommer - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51709
Semester SoSe 2017 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Do. 14:00 bis 16:00 wöch von 20.04.2017 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 312 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Seminar- und Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Bareither, Christoph, Professor, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Beifach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( POVersion: 2007 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Der Wahlkampf-Sommer 2017 wird in neuer Intensität und Qualität vom Meinungsaustausch und Meinungskampf im Internet geprägt werden. Das forschungsorientierte Seminar setzt sich live und kritisch mit diesen Entwicklungen auseinander und hinterfragt die diskursiven Praktiken privater Akteure (also nicht professioneller Politiker*innen und Meinungsmacher*innen) auf Twitter, Facebook & Co nach ihren emotionalen Implikationen. Es wird vor allem über die in den öffentlichen Debatten unter dem Label des Post-Faktischen firmierenden Prozesse gehen. Das Konzept des Post-Faktischen reflektieren wir kritisch und verstehen es nicht als einen Prozess der ‚populistischen‘ Unterwanderung der Prinzipien gesellschaftspolitischen Dialogs, sondern wir verstehen es mit Hilfe der ethnografischen Emotionsforschung als ein Geflecht aus Emotionspraktiken, die einen zurückhaltend-faktenbasierten politischen Diskurs aus sehr unterschiedlichen Gründen zugunsten oftmals aggressiv artikulierter gefühlter Wahrheiten verschieben. Dadurch möchten wir ein besseres Verständnis dafür gewinnen, welche Relevanzen gesellschaftspolitisches Wissen für die beteiligten Alltagsakteure hat und wie sie an dessen Zirkulation und Gestaltung teilhaben.

Die Lektüre im Seminar besteht aus Grundlagentexten zu medienethnografischen und emotionspraxistheoretischen Ansätzen, ergänzt um einzelne Texte aus dem Feld der politischen Anthropologie. Der Schwerpunkt liegt aber auf eigenen Online-Forschungen, der Durchführung von Chat-Interviews mit Akteuren, der teambasierten softwaregestützten Auswertung des gesammelten Materials und der gemeinsamen Diskussion darüber.

 Bitte gleich zur ersten Sitzung nach Möglichkeit Laptop oder Tablet (mit Internetzugang über Eduroam) für Forschungsübungen mitbringen.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: WiSe 2017/18.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin