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German Memory Culture and Politics - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 02181281
Semester SoSe 2017 SWS 4
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch-englisch
Weitere Links Berlin Perspectives Modul
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 12:00 bis 16:00 14tgl. 19.04.2017 bis 19.07.2017  Institutsgebäude - 0323-26 Hausvogteiplatz 5-7 (HV 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     25
Gruppe 1:
 

Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Universitätsverwaltung, Studienabteilung (I), Administration Qualitätspakt Lehre, bologna.lab
Inhalt
Kommentar

Kurzbeschreibung

Wie formten die Deutschen ihr kollektives Gedächtnis im Verlauf der letzten 150 Jahren? Wer kann (und wer kann nicht)  welche Vergangenheit konstruieren und öffentlich repräsentieren? Ist der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene antifaschistische Grundkonsens, wie Tony Judt jüngst feststelle, als bindendes Element in Europa am Erodieren? Haben die Deutschen Ihren ‘Schuldkomplex’ für die während des Krieges begangenen Verbrechen abgelegt? Was sagt Erinnerung über den deutschen Nationalismus aus? Um sich diese Fragen anzunähern, werden wir die deutsche Erinnerungskultur und –politik untersuchen. Zuerst debattieren wir Klassiker der Forschung wie Texte von Maurice Halbwachs, Benedict Anderson, Pierre Nora und Aleida Assmann. 

In einem zweiten Schritt nähern wir uns der Problematik praktisch an, in dem wir Museen und Orte in Berlin untersuchen. In jedem Fallbeispiel schließen wir von Objekten, Raum und Repräsentationsstrategien auf Gehalt und Veränderung von kollektiver Erinnerung. Wir analysieren und kontrastieren, wie Nationalismus auf der Berliner Museumsinsel nach deren Entstehung im Kaiserreich und unter dem Nationalsozialismus gedeutet und repräsentiert wurde. Wir werden Orte der Erinnerung für Opfer und Täter des Nazi-Regimes untersuchen. Dann erörtern wir je zwei Museen, die jeweils den Kalten Krieg und die Alltagskultur der DDR unterschiedlich darstellen und deuten. Schließlich diskutieren wird die Bedeutung des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses als das aktuellste Beispiel von Erinnerung der Berliner Republik.     

Teilnehmende sollten ein mittlere bis gute Englischkenntnisse haben (B1). Da ein Teil der Literatur in Deutsch ist, sollten sie minimal Lesekenntnisse mitbringen oder aber den Willen sich durch selbige durchzukämpfen (A2). Wir werden den Kurs ab nach dem Ende des theoretischen Teils zweisprachig fortführen. Studierende aller Disziplinen können teilnehmen; Vorwissen ist nicht erforderlich. Geflüchtete Menschen sind mehr als Willkommen!

Abstract

How did and do Germans form their collective memory over the course of the last 150 years? Who can (and who cannot) construct and exhibit in public which kind of past? Is the post-World-War II antifascist consensus on the wane, as Tony Judt, an eminent historian of Europe, has argued? Have Germans abandoned the so-called ‘guilt complex’ for the atrocities committed during the war? What does memory tell us about German nationalism? In order to hone in on these questions, we will scrutinise German memory cultures and politics. We will first debate classic texts on nationalism and memory culture by Maurice Halbwachs, Benedict Anderson, Pierre Nora, and Aleida Assmann.

Then, we will approach these problems practically by visiting museums and sights in Berlin. In each case, we will infer from objects, space and representational strategies and ask how and why it changes over time. We will analyse and contrast who represented how nationalisms at Berlins Museumsinsel after the creation of the German Empire and then the Nazi Empire. We move on to places for remembering (and forgetting) the victims and the perpetrators of Nazi Germany. Then, we will compare two museums commemorating but also reflecting the Cold War and, respectively everyday life in East Germany. Finally, we will discuss the meaning of the reconstruction of the Berlin Schloss as one of the most recent examples of the new Berlin Republic.

Students should have a medium to good command of English (B1). Since parts of the reading will be in German, you also need to have at least reading skills in German (A2). We will work on holding parts of the sessions in English and in German as the course progresses. Students of all disciplines are welcome, no prior knowledge is required. Refugees are more than welcome!

Bemerkung

For international exchange students and HU students.

NO AGNES REGISTRATION!

Application via Berlin Perspectives only: https://www.hu-berlin.de/de/einrichtungen-organisation/verwaltung/bolognalab/projekte-des-bologna.labs/berlin-perspectives/bewerbung

Zielgruppe

International exchange students.

HU-Studierende im ÜWP.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin