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Schnittstellen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 840012ü
Semester SoSe 2017 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch 20.04.2017 bis 20.07.2017  Pergamonpalais - 0.12 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Stein, Christian , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Zentralinstitut Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik
Inhalt
Kommentar

Schnittstellen oder auch Interfaces bilden den Teil eines Systems, der der Kommunikation nach außen dient. Ursprünglich stammt der Begriff aus den Naturwissenschaften, in denen er die physikalische Phasengrenze zweier Zustände eines Mediums bezeichnet. Inzwischen findet sich die Frage nach den Schnittstellen aber in nahezu allen Disziplinen wieder, die sich mit Systemen beschäftigen – beispielsweise beginnend mit Informatik und Informationswissenschaft über die soziologische Systemtheorie und Psychologie bis zur Mensch-Computer-Interaktion und Linguistik. Systeme werden in diesem Sinne als Black Boxes beschrieben, deren innere Funktionsweise verborgen bleibt und die nur über ihre Grenze nach außen sichtbar werden. Wie aber kommunizieren verschiedene dieser Black Boxes miteinander? Welche Eigenschaften müssen Schnittstellen aufweisen, damit Kommunikation gelingt? Was macht den »Wert« einer intersystemischen Kommunikation aus? Welche vermittelnden »Zwischenschichten« etablieren sich, um Schnittstellen kompatibel zu machen? Wie gehen Systeme mit Missverstehen um? Was charakterisiert biologische, psychologische, soziologische und technische Systeme und ihre Schnittstellen? Wie lassen sich analytisch Systeme in Teilsysteme »zerschneiden«, die ihrerseits über Schnittstellen kommunizieren? Wann und wie stabilisieren sich Schnittstellen so sehr, dass sie gleichsam unsichtbar werden und ein übergeordnetes System bilden? Die Vorlesung untersucht historisch und interdisziplinär verschiedene Schnittstelleneigenschaften anhand von konkreten Beispielen und ihrer Entstehungsgeschichte. Beleuchtet werden physikalische Schnittstellen, elektrische und Maschinenschnittstellen, medizinische »Schnitt«-Stellen, Kommunikationstheoretische Schnittstellen, Software- und Datenschnittstellen, Benutzerschnittstellen, virtuelle Schnittstellen, Organisationsschnittstellen, systemtheoretische Schnittstellen bis hin zu den Schnittstellen zwischen wissenschaftlichen Disziplinen selbst. 

Zielgruppe

Die Vorlesung ist Teil des interdisziplinären Studienprogramms »Vielfalt der Wissensformen« und wird im Modul 1 angeboten. Es können 2 Leistungspunkte erworben werden. Nähere Informationen unter: https://u.hu-berlin.de/vdw

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin