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Seeing like a city - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Studienprojekt Veranstaltungsnummer 51724
Semester SoSe 2017 SWS 4
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 14:00 bis 18:00 wöch von 24.04.2017 
Einzeltermine anzeigen
    findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Niewöhner, Jörg , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Dieses Studienprojekt widmet sich dem Verhältnis von städtischem Alltag und städtischen Verwaltungsprozessen. Es untesucht die Frage, wie eine Stadtverwaltung städtischen Alltag 'sieht', d.h. erfasst, verwaltbar macht und letztlich auch verwaltet. Das Projekt verfolgt dabei eine analytische Perspektive, die der Historiker James Scott (Yale) in seinem Buch "Seeing like a state" etabliert hat, in dem er historisch-materialistisch untersucht, wie Welt durch verschiedenste staatliche Projekte gewusst worden ist, um sie darüber für Verwaltung zuzurichten. Diese Perspektive ist sowohl praxistheoretisch und in die Science and Technology Studies hinein übersetzt  (Law), als auch für die Stadtforschung verfügbar gemacht worden (Valverde).

Das Studienprojekt nimmt diese Perspektive auf und versucht sie für ethnographische Forschung in Berlin produktiv zu machen. Dabei bildet Gesundheit ein mögliches Untersuchungsfeld, aber Tourismus oder Nachhaltigkeit / Umweltschutz wie auch andere sind ebenfalls denkbar.
Die Forschung wird versuchen in Verwaltungsbehörden Alltage zu verstehen; zu untersuchen, wie die Kompliziertheit von städtischem Leben in Verwaltungsprozesse Eingang findet; wie Verwaltung Entscheidungen trifft; und wie diese auf städtische Alltage zurückwirken. Außerdem geht es darum, in der Stadt Alltag auf verschiedenen analytischen Ebenen zu verstehen; z.B. auf individueller, kollektiver oder nachbarschaftlicher. Ein gemeinsamer Ortsbezug, wie z.B. auf einen Bezirk/Kiez, ist wünschenswert, aber nicht zwingend nötig.

Das Projekt wird idealerweise vermitteln, wie man in städtischen Alltagen und in (Verwaltungs)organisationen ethnographisch forscht. Theoretisch-analytisch geht es um neuere Stadtforschung, Anthropologie politischer Prozesse bzw. Anthropologie der Verwaltung, science and technology studies und thematische Bezüge aus Gesundheit und Ökologie.

Das Projekt ist sowohl für den MA Schwerpunkt Wissenskulturen/STS als auch für den Schwerpunkt Urbane Kulturen / Urban Studies anrechenbar.

Literatur

 

Scott, J. C. (1998). Seeing like a state : how certain schemes to improve the human condition have failed. New Haven, Yale University Press.

Valverde, M. (2011). "Seeing Like a City: The Dialectic of Modern and Premodern Ways of Seeing in Urban Governance." Law & Society Review 45(2): 277-312.

Law, J. (2009). "Seeing Like a Survey." Cultural Sociology 3(2): 239-256.

Bemerkung

Die Lehrveranstaltung findet im Raum 107a, Mohrenstraße 41 statt.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: WiSe 2017/18.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin