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Akademien und ihre Widersacher. Malerei in Russland und Europa auf dem Weg zur Moderne - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 533654
Semester SoSe 2017 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 10:00 bis 12:00 wöch 25.04.2017 bis 18.07.2017 
Einzeltermine anzeigen
Pergamonpalais - 3.16 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Besprechungsräume allgemein)   findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Marek, Michaela, Professorin, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Kunstakademien waren im 19. Jahrhundert in ganz Europa nahezu ausnahmslos staatliche Institutionen und spielten daher eine wichtige Rolle als Vertreterinnen offizieller, als verbindlich propagierter Kunstpolitik. Auch wenn sie schrittweise an Autonomie gewannen und sich in Ansätzen ‚zeitgemäßen‘ Kunstkonzepten und den Erwartungen eines breiteren Publikums öffneten, provozierte ihre kulturpolitische Stellung immer wieder oppositionelle Initiativen. Die bekanntesten Beispiele sind die Nazarener, in Frankreich die ‚realistische‘ Bewegung um Gustave Courbet oder die Secessionen (u.a. in Wien, Berlin, München) um 1900. Ebenso gehört dazu die in Russland 1870 gegründete Gruppe der sog. Wandermaler (Peredvižniki). Ging es allen Protestbewegungen – mit wechselnder Gewichtung – sowohl um Fragen ‚kunstwürdiger‘ Inhalte wie auch um solche der Form und der gesellschaftlichen Rolle von Kunst, zeichneten sich die russischen ‚Wanderer‘ durch einen besonders starken Akzent auf dem sozialen Aspekt aus. Dieser äußerte sich nicht nur, aber vorrangig auch in ihren Ausstellungsaktivitäten, die bis in ländliche Regionen des Zarenreichs reichten. Im Seminar wird es darum gehen, diese Oppositionsbewegungen anhand aussagekräftiger Beispiele zu vergleichen. In den Vordergrund wird dabei die Frage nach den sehr verschiedenen (künstlerischen, aber auch kulturpolitischen und gesellschaftlich orientierten), sich vielfältig überlagernden Zielrichtungen der Neuerungsbestrebungen und ihren Artikulationsformen sowie deren Kontextabhängigkeit und Vergleichbarkeit gestellt.

Literatur

Zum Einlesen: Facos, Michelle: Introduction to Nineteenth-Century Art. Abingdon, New York 2011; Eisenman, Stephen F. (Hg.): Nineteenth Century Art. Al Critical History. London 1994; Pevsner, Nikolaus: Die Geschichte der Kunstakademien. München 1986; Jackson, David/Hedström, Per (Hg.): The Peredvizhniki. Pioneers of Russian Painting. Ausstellungskat. Stockholm 2011.

Bemerkung

Die erste Sitzung findet am 25.4.2017 statt.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin