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Familien(gründungen) jenseits der heterosexuellen ‚Normalfamilie‘ - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projektseminar Veranstaltungsnummer 53153
Semester SoSe 2017 SWS 4
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 14:00 bis 18:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 003 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsraum)   findet statt     16
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wimbauer, Christine , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( POVersion: 2011 )   20  -  
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   20  -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Sozialwiss. (T-A Masters) Programm ( POVersion: 1999 )   20  -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften, Soziologie der Arbeit und der Geschlechterverhältnisse
Inhalt
Kommentar

In dem zweisemestrigen Projektseminar führen die Teilnehmer*innen gemeinsam ein qualitatives Forschungsprojekt zu Familiengründungen jenseits der heterosexuellen ‚Normalfamilie‘ durch. Das Projektseminar ist eingebunden in den Zusammenhang des derzeit beantragten Projektes „Ambivalente Anerkennungsordnung. Doing reproduction und doing family jenseits der heterosexuellen ‚Normalfamilie‘“

Im SoSe 2017 werden einführend knapp Grundlagen für die Durchführung qualitativer Forschungsprojekte behandelt. Den Hauptteil stellt die Einarbeitung in den Forschungsstand zu Familiengründungen und Familienleben nicht-heterosexueller *Familien*. Sog. ‚Regenbogenfamilien‘ oder LBGTIQ-*Familien* werden zwar seit einigen Jahren zunehmend heterosexuellen Paaren gleichgestellt, dennoch existieren weiterhin zahlreiche institutionelle, rechtliche, gesellschaftliche und alltägliche Diskriminierungen, nicht zuletzt aufgrund der gesellschaftlich wirksamen heterosexuellen Matrix. Hierzu werden Basistexte aus der Familiensoziologie und v.a. der LGBTIQ-Forschung mit Blick auf Ungleichheiten der rechtlichen Regulierung und andere Ungleichheiten gelesen.

Neben Lektüre der Pflichttexte ist ein Referat obligatorisch. Hierauf aufbauend werden am Ende des ersten Teils gemeinsam das methodische Design (z.B. Expert*inneninterviews, Einzel- oder Paarinterviews) und in Gruppenarbeit zu untersuchende Fragestellungen entwickelt und Leitfäden konstruiert. Weiter werden in der gebotenen Kürze Interviewformen und -techniken behandelt sowie eine kurze Interviewer*innenschulung durchgeführt.

Während der Semesterferien führen die Teilnehmer*innen, nach der jeweiligen Rekrutierung von zu Befragenden durch die Teilnehmer*innen, selbst Interviews und transkribieren diese.

Im WS 2017/18 werden die Interviews gemeinsam und in Arbeitsgruppen ausgewertet. Die Ergebnisse sind im Seminar zu präsentieren und in einem Forschungsbericht darzustellen.

Insgesamt erfordert das Lehrforschungsprojekt unabdingbar umfangreiche Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmer*nnen, sehr gute Vorbereitung auf die Sitzungen (Lektüre aller Basistexte, Referate etc.) und ein hohes Engagement im Seminar sowie bei der zeitintensiven (!) Durchführung und Auswertung der qualitativen Interviews.

Literatur

Hartmann, J. (2014): Re-thinking family norms: Herausforderungen queer-familiärer Lebensweisen. In: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (Hg.): Forschung im Queerformat: Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung. Bielefeld: transcript, 215–232.

Rupp, M. (Hg.): Partnerschaft und Elternschaft bei gleichgeschlechtlichen Paaren: Verbreitung, Institutionalisierung und Alltagsgestaltung. Leverkusen: Budrich.

Funcke, D./Thorn, P. (Hg.) (2010): Die gleichgeschlechtliche Familie mit Kindern. Interdisziplinäre Beiträge zu einer neuen Lebensform. Bielefeld: transcript.

Vaskovics, L. A./Huinink, J. (2016): Werden die Regelungen des Familienrechts heutigen Familien und Kindern gerecht? Reflexionen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. In: Zeitschrift für Familienforschung, 28 (2): 221–244.

Dethloff, N. (2016b): Gleichgeschlechtliche Paare und Familiengründung durch Reproduktionsmedizin. Gutachten. Berlin: Friedrich Ebert Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft.

Helms, T. (2016): Rechtliche, biologische und soziale Elternschaft – Herausforderungen durch neue Familienformen. Gutachten F zum 71. Deutschen Juristentag. München: Beck.

Bemerkung

Achtung: Teilnahme ist nur nach Anmeldung und Zulassung in Agnes möglich!

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2017. Aktuelles Semester: SoSe 2018.
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