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Autorität: Konzeptionen im Vergleich - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Lektüreseminar Veranstaltungsnummer 53101
Semester WiSe 2016/17 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 10:00 bis 12:00 wöch 002 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


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Uni3b Institutsgebäude - Universitätsstraße 3b (UNI 3)

Außenbereich nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich

Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( POVersion: 2011 )   10  -  
Master of Arts  Sozialwissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   10  -  
Master of Arts  Wissenschaftsforschung Hauptfach ( POVersion: 2011 )     -  
Master of Arts  Wissenschaftsforschung Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   10  -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Wissenschaftsforschung Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

Autorität gehört zu den umstrittensten Kernbegriffen der Sozialwissenschaften. Als „Herrschaft ohne Zwang“ und „Anerkennung ohne Deliberation“ (Straßenberger) stellt sie die Sozial- und Politiktheorie vor erhebliche Herausforderungen. Unklar sind die Quellen von Autorität: Entsteht sie aufgrund von moralischer oder charismatischer Überlegenheit (Thukydides, Weber), Amtsgewalt (Eschenburg), Ratgeberschaft und Deutungshoheit (Sternberger, Arendt), symbolischem Kapital (Bourdieu), institutionalisierter Entscheidungskompetenz (Parsons) oder aufgrund von Techniken der Selbst- und Fremdoptimierung (Foucault)? Je nach Konzeption geraten Autorität und Demokratie in ein Spannungsverhältnis zueinander, insbesondere wenn Autorität letztlich die fraglose Anerkennung von Entscheidungs- und Interpretationshoheit meint und damit die Suspendierung öffentlicher Kritik. Umstritten ist auch das Verhältnis von Autorität zu anderen Kernbegriffen wie Macht, Legitimation, Vertrauen und Wissen. Eine weitere Kontroverse rankt sich um den Wandel und die Bedeutung von Autorität in modernen Gesellschaften. Sie reicht von der These einer zunehmenden Konkurrenz zwischen „multiple authorities“ (Giddens) bis hin zu dem lakonischen Hinweis Baumanns, Autorität habe angesichts effektiverer Techniken der Kontrolle ihre Bedeutung verloren: „authority has become redundant“. Diese Debatte flammt derzeit in mehreren Teildisziplinen der Sozialwissenschaften wieder auf: Diskutiert wird angesichts des grenzüberschreitenden Einflusses von Expertise das Verhältnis von politischer und epistemischer Autorität unter den Bedingungen der post-nationalen Konstellation.

In dem Lektürekurs sollen zunächst Leitfragen und Kriterien entwickelt werden, um dann ausgewählte Konzeptionen von Autorität vergleichend zu analysieren. Gefordert ist die Bereitschaft zur strukturierten Lektüre und Diskussion mitunter umfangreicher Texte. Das Seminar ist auch für Studierende des Masterstudiengangs Wissenschaftsforschung geeignet.

Literatur

Furedi, Frank (2013): Authority. A Sociological History. Cambridge: Cambridge University Press.

Straßenberger, Grit (2013): "Autorität: Herrschaft ohne Zwang – Anerkennung ohne Deliberation". In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 23, H. 3-4, S. 494-509.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2016/17. Aktuelles Semester: SoSe 2024.
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