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Einführung in das europäisch-ethnologische Forschen und Schreiben (Ethnography Reloaded) - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Grundlagenseminar Veranstaltungsnummer 51718
Semester WiSe 2015/16 SWS 4
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat keine Angabe

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 10:00 bis 14:00 wöch von 21.10.2015  Institutsgebäude - 311 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Bieler, Patrick , MA
Niewöhner, Jörg , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Ethnologie Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   10  -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Dies ist der zentrale Pflichtkurs für beginnende MA Studierende in Europäischer Ethnologie. Er ist nur in begründeten Ausnahmefällen und nach vorheriger Rücksprache mit Herrn Niewöhner für andere Studierende geöffnet.
Ethnographie ist eine „produktive Instanz“. Aktiv und konstruktiv bildet sie Wirklichkeit nicht einfach ab, sondern zeitigt unterschiedliche Effekte. Je nachdem, wie sie „gemacht sind“, ermöglichen unterschiedliche Ethnographien sehr verschiedene Einsichten. Immer intervenieren sie auch in unterschiedlichem Ausmaß und mit ganz heterogenen Stoßrichtungen in die Alltagswelten, in denen Ethnograph_innen arbeiten und in denen die Menschen, die sie beschreiben, leben.
Das Seminar führt in die empirische Praxis gegenwartsorientierter Ethnographie und Kulturanalyse ein, indem es die Wechselwirkungen und Verknüpfungen zwischen Theorie und empirischen Methoden betont und untersucht. Es stellt Feldforschung als Design, Prozess und Interaktion vor und leitet dazu an, in offenen Systemen und nicht in geschlossenen Containermodellen von Gemeinschaften, Staaten, Kulturen, Gruppen oder Netzwerken zu denken. Da ein Thema oder eine Forschungsfrage alleine noch kein ethnographisches Projekt ausmachen, werden im Seminar die Prozesse des Austüftelns von Forschungsdesigns oder -„kompositionen“ und natürlich die Durchführung eigener, explorativer Forschungen (in Arbeitsgruppen) besprochen und eingeübt.
Die Seminar-Lektüre besteht zum einen aus diskursiv-reflexiven Texten, die die Bedingungen der Wissensproduktion im Forschungsprozess adressieren und Fragen nach der Spezifik, Relevanz und Logik von empirischer Forschung im Fach Europäische Ethnologie stellen. Zweitens diskutieren wir nochmals grundlegende kulturtheoretische Texte in ihren Bezügen zu Ethnographie und Kulturanalyse. Drittens lesen wir ethnographische Beispiel-untersuchungen – von der Magisterarbeit bis zum Klassiker –, die die methodische Phantasie anregen und die es erlauben, über die sich verändernden Bedingungen von Feldforschung in der Gegenwart systematisch nachzudenken. Einzelne Arbeitsschritte – Feld- und Gegenstandskonstruktion, Forschungs-Interaktionen, Auswertung und Aufbereitung – werden schrittweise durchgespielt.
Die Studierenden erarbeiten eigene Projekte, die am Ende des Semesters in Form von wissenschaftlichen Postern präsentiert und diskutiert werden. Ziel ist es, selbst produzierte Daten hinsichtlich ihrer Aussagekraft, Tiefe und Reichweite bewerten zu lernen, spezifische Methoden als Technik und Haltung zu erproben, eigene Forschungsdesigns zu entwerfen und einen Sinn für die Zusammenhänge zwischen Erkenntnisinteressen, theoretischen Anliegen und empirischen Methoden zu entwickeln.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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